Ralf Klingsieck, Paris 23.09.2011 / Ausland

Paris verteidigt Suppenküchen

Widerstand gegen Kürzungen der EU-Lebensmittelhilfe / Thema soll auf Gipfel-Tagesordnung

Die Lebensmittelhilfe für die Ärmsten in Europa ist in Gefahr. Auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten haben Deutschland und sechs weitere reiche EU-Staaten die sozial Schwächsten in Europa ins Visier genommen. Dagegen regt sich nun Widerstand – aus unerwarteter Richtung.

Im Winter 1986/87 hatte der damalige französische EU-Kommissionspräsident Jacques Delors das System durchgesetzt, wonach Lebensmittelüberschüsse, die sich als »Butterberge« oder »Milchseen« anhäuften, an Hilfsvereine abgegeben wurden, die diese wiederum Bedürftigen zukommen ließen. Da seit zehn Jahren durch die Reform der EU-Agrarpolitik und ihre bessere Ausrichtung auf den wirklichen Bedarf solche Überschüsse nicht mehr anfallen, hat man die »Naturalienhilfe« durch eine Abgabe in Höhe von einem Prozent des Budgets der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ersetzt. Im Rahmen des dafür geschaffenen Europäischen Programms der Nahrungsmittelhilfe für Bedürftige (PEAD) konnten pro Jahr nahezu 500 Millionen Euro an die Mitgliedsländer vergeben werden, mit denen Hilfsvereine dort Lebensmittel einkaufen konnten, um sie zu verteilen.

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