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Proteste gegen Einheitsfeier

(ND-Nowak). Deutschland begeht den 21. Jahrestag der sogenannten Wiedervereinigung. Doch nicht alle sind in Feierlaune. Und so werden die zentralen Feierlichkeiten zur deutschen Einheit, die vom 1. bis zum 3. Oktober in Bonn stattfinden, auch in diesem Jahr von Protesten begleitet. Ein Bündnis von linken Gruppen vor allem aus Nordrhein-Westfalen, das sich unter dem Motto »Friede, Freude, Eierkuchen« zusammengeschlossen hat, organisiert rund um den Tag Demonstrationen, Konzerte und inhaltliche Gegenveranstaltungen. Für Protestler aus dem linksradikalen Spektrum steht fest: »Die Feier der Nation ist ein Angriff auf das schöne Leben und die befreite Gesellschaft.«

Bereits am 2. Oktober beginnt um 19 Uhr eine antinationale Demonstration am Bonner Hauptbahnhof. Dort startet am nächsten Tag um 11 Uhr auch die bundesweite Demo gegen die Einheitsfeierlichkeiten. Auch ein antifaschistisches Bündnis will sich unter dem Motto »Imagine there’s no Deutschland« mit einem eigenen Block an dem Protestzug beteiligen. Die Antifaschisten setzen sich mit einem eigenen Aufruf mit dem aus ihrer Sicht spezifisch deutschen Nationalismus und Antisemitismus auseinander.
www.friede-freude-eierkuchen.net.

Attac kritisiert Rohstoffraub

(ND). Attac-Aktvisten haben am Dienstag gegen die Rohstoffpolitik der Bundesregierung und der Europäischen Union protestiert. Anlass der Aktion vor dem Berliner Congress Center war eine Tagung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), der für die Forderung stehe, Entwicklungszusammenarbeit als Druckmittel zur Sicherung der Rohstoffversorgung einzusetzen. »Wir nennen das Ressourcenraub, denn in Handels- und Investitionsabkommen mit rohstoffreichen Ländern werden einseitig Vorteile für Unternehmen herausgeschlagen«, sagte Hanni Gramann von Attac. Die Interessen der lokalen Bevölkerungen blieben auf der Strecke. Das globalisierungskritische Netzwerk fordert, keine Freihandelsverträge mit Entwicklungsländern abzuschließen, verbindliche Regeln für den Abbau von Rohstoffen zu erlassen und eine alternative Rohstoffstrategie zu entwickeln.

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