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10.10.2011

Eltern sollen »bescheiden« sein

Eltern sollen »bescheiden« sein

Die Bundesregierung will das Betreuungsgeld für Eltern statt der geplanten 24 Monate nur noch ein Jahr lang auszahlen.
Berlin (epd/nd). Angesichts der angespannten Haushaltslage sei »eine gewisse Bescheidenheit« erforderlich, sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) der »Bild am Sonntag«. Daher nehme sie erst einmal nur das zweite Lebensjahr in den Blick. »Wenn wir das schaffen, bin ich angesichts der Finanzlage schon sehr froh.« Ursprünglich sollten die Eltern von Zwei- und Dreijährigen unterstützt werden.
Schröder kündigte an, das Betreuungsgeld sowohl an Teilzeitbeschäftigte als auch an Eltern auszahlen zu wollen, die sich ganz der Kindererziehung widmen wollen: »Wir wollen Paare unterstützen, die auch nach der Elternzeit entweder ganz auf Erwerbstätigkeit verzichten oder sie stark reduzieren, um mit Teilzeit Familie und Beruf zu vereinbaren«, sagte die CDU-Politikerin. »Ich will verhindern, dass wir Teilzeitbeschäftigte gegen Hausfrauen ausspielen. Immerhin verzichten beide zugunsten der Familie auf Einkommen und berufliches Vorankommen.« Der Wunsch, fürs eigene Kind da zu sein, sollte genauso anerkannt werden wie der, nach dem ersten Jahr wieder in den Beruf einzusteigen.
Der Forderung der CSU, das Betreuungsgeld nur an Eltern auszuzahlen, die keinen Kita-Platz in Anspruch nehmen, erteilte die Ministerin eine Absage. Das Kriterium sei nicht gerecht: »Stellen sie sich vor: Jemand arbeitet Vollzeit in einer Führungsposition, kann sich eine private Kinderfrau leisten – warum soll diejenige Betreuungsgeld bekommen? Zugleich würde diejenige, die ihr Kind ein paar Stunden am Tag in eine Kita gibt und Teilzeit arbeitet, nichts bekommen. Nein, das halte ich nicht für zu Ende gedacht.«
Unzufrieden zeigte sich Schröder mit dem Engagement einiger Bundesländer bei der Schaffung zusätzlicher Kindertagesstätten. Der Bund habe vier Milliarden Euro zum Ausbau der Kita-Plätze bereitgestellt; die Länder hätten ebenfalls vier Milliarden versprochen, »aber einige Länder hinken bei der Finanzierung sehr hinterher«, sagte Schröder. Schlusslichter seien Baden-Württemberg, Niedersachsen und Bremen, die jeweils nur das Geld des Bundes an die Kommunen weitergereicht hätten. Wenn sich dort nichts tue, wolle sie das Gespräch mit den jeweiligen Ministerpräsidenten suchen, kündigte die Bundesfamilienministerin an.

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