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13.10.2011

Kühle Hysterie

Kommentar von Ines Wallrodt

Die versuchten Brandstiftungen auf das Berliner Schienennetz sind dumm, fahrlässig und kontraproduktiv. Sie nützen nichts, denn sie treffen die Falschen, nämlich die, die angeblich zum entschiedeneren Eintreten für Frieden in Afghanistan ermuntert werden sollten. Denen, die ihn führen, liefern sie dagegen neue Munition. Mit Terrorismus haben die versuchten Anschläge jedoch nichts zu tun. Wer immer die mit Benzin gefüllten Flaschen an Kabeln und Leitungen platzierte, hatte nicht vor, Menschen zu verletzen. Wenn dadurch Weichen und Signale ausfallen, werden automatisch alle Züge gestoppt. Berliner erleben diese Situation jede Woche. Hundertprozentig sicher konnten sich die Saboteure freilich nicht sein, aber Tote und Verletzte waren eben nicht ihr Ziel.

Die Warnung vor neuem Linksterrorismus hat durchsichtige Motive. Die Polizei dramatisiert immer. Sie will mehr Personal. Und konservative Politiker - das schließt SPD-Innenpolitiker ein - geben sich immer gern als harte Durchgreifer gegen Kriminelle. Wenn man dabei Linken eins auswischen kann, umso lieber. Die Hysterie ist kühl inszeniert. Fakt ist: Über den oder die Täter ist abgesehen von einem wirren Pamphlet nichts bekannt. Hinweise auf linke Terrorstrukturen gibt es nicht. Und auch in der linken Szene wird entweder Unverständnis für die Aktion oder Spott über den unbeholfenen Duktus des Bekennerschreibens geäußert. Aber wer vor allem Feindbilder aufbauen will, interessiert sich dafür nicht.

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