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Von Fabian Lambeck
18.10.2011

Klage gegen Tetra Pak

Verpackungshersteller soll wegen Irreführung der Verbraucher vor Gericht

Die Firma Tetra Pak behauptet, ihre Getränkeverpackungen seienvollständig recycelbar. Eine Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe hat nun ergeben, dass lediglich ein Drittel des Verpackungsmaterials wiederverwendet wird. Am Montag reichte der Verband Klage ein.

Die Werbebotschaft klingt zu schön, um wahr zu sein. »Ich bin Ressourcenschoner«, behauptet der Aufdruck eines Getränkekartons in der aktuellen Kampagne des Herstellers Tetra Pak. Durch »vollständiges Recycling« sollen die Getränkekartons zu den »umweltfreundlichsten« Verpackungen gehören. Klingt toll, stimmt aber nicht. Denn Untersuchungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) haben jetzt ergeben, dass »nur etwa ein Drittel der in Deutschland verkauften Tetra-Paks tatsächlich recycelt werden«. Die DUH beruft sich auf entsprechende Zahlen des Umweltbundesamtes und der Branche selbst.

Maria Elander, bei der Umwelthilfe zuständig für Kreislaufwirtschaft, machte am Montag gleich mehrere Gründe für die miese Wiederverwertungsquote der Verpackungen aus. Zum einen würden bei weitem nicht alle Tetra Paks ihren Weg in die gelben Tonnen oder Säcke finden. In den Sortieranlagen selbst sortiere man die Kartons zudem nicht komplett aus.

Hinzu kommt: Die Tetra Paks bestehen aus drei verschiedenen Materialien - Zellstoff, Kunststoff und Aluminium. Wie Elander betonte, werde aber oftmals nur der »60 bis 76-prozentige« Zellstoffanteil wiederverwertet. Kunststoffe und Aluminium würden meist »energetisch« genutzt. Das heißt, sie werden verbrannt. »100-prozentiges« Recycling sieht anders aus.

DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch fand gestern deutliche Worte: »Tetra Pak betreibt eine neue Art der besonders dreisten Verbrauchertäuschung«. Einer Aufforderung der Umwelthilfe, die irreführenden Werbeaussagen zu unterlassen, sei die Firma nicht nachgekommen. Deshalb reichte die DUH am Montag beim Landgericht Wiesbaden Klage wegen »unzulässiger Irreführung« ein.

Bei Tetra Pak gab man sich auf nd-Anfrage überrascht. Zwar sei eine Unterlassungserklärung der DUH vor einigen Wochen eingegangen, bestätigte eine Sprecherin der Firma. Jedoch sei nicht versucht worden, wie in solchen Fällen üblich, die Werbekampagne per einstweiliger Verfügung zu stoppen.

Die Vorwürfe des Umweltverbandes musste die Sprecherin aber teilweise bestätigen. »Etwa 25 Prozent der Verpackungen bestehen aus Polyethylen und Aluminium«, so die Sprecherin gegenüber nd. Beide Stoffe würden »energetisch« genutzt. Allerdings werde ein »zunehmender Anteil werkstofflich verwertet«, also tatsächlich recycelt, behauptete die Sprecherin. Genaue Zahlen blieb sie allerdings schuldig. Wie die »energetische« Nutzung in der Praxis aussieht, kann man auf der Webseite der bayerischen Recyclingfirma WGV nachlesen: Aluminium und Kunststoff »werden in der Zementherstellung eingesetzt: Dort wird Aluminium ... als Zuschlagstoff gebraucht, damit der Zement hart wird. Der Kunststoffanteil wird als Energieträger mitgenutzt«.

Die Deutsche Umwelthilfe fordert nun eine »ökologische Neubewertung« der Tetra Paks. Laut Bundesumweltamt gelten die Verpackungen als »ökologisch wertvoll«.

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