Uwe Kalbe 26.10.2011 / Titel

Lötzsch wagt Alleingang

Parteichefin kündigt erneute Kandidatur an / Gysi bleibt einziger Linksfraktionschef

Gesine Lötzsch hat angekündigt, auch für den nächsten Parteivorstand der LINKEN als Vorsitzende zu kandidieren. Damit ist die Personaldebatte bereits kurz nach dem Parteitag in Erfurt wohl unwiderruflich eröffnet. Weitere Nahrung erhält diese durch eine Entscheidung der Bundestagsfraktion gegen die Doppelspitze. Sahra Wagenknecht wird damit keine Ko-Vorsitzende neben Gregor Gysi.

Am Dienstag kündigte Gesine Lötzsch an, sie wolle sich auf dem nächsten Parteitag erneut für den Vorsitz bewerben. Zuvor waren von ostdeutschen Politikern Zweifel geäußert geworden, dass eine Entscheidung über das Führungspersonal sich so lange werde hinauszögern lassen. Lötzschs Ko-Vorsitzender Klaus Ernst hält seine eigene Entscheidung hingegen offen. »Ich respektiere die Entscheidung von Gesine Lötzsch«, zitiert ihn die »Süddeutsche Zeitung«. Er selbst werde sich, wie angekündigt, zu gegebener Zeit äußern. Lötzsch, die sich wie Ernst seit Monaten Angriffen auch aus den eigenen Reihen erwehren muss, ist damit in die Offensive gegangen. Nach nd-Informationen hatte Lötzsch ihren Schritt weder mit Ernst noch mit Fraktionschef Gregor Gysi abgestimmt. Letzterer hatte auf dem Parteitag in Erfurt verlangt, dass Doppelspitzen aus zwei »Zentristen« oder je einem Vertreter der beiden Pole in der Partei zusammengesetzt sein sollten. Offenbar hält Lötzsch die Basis ihrer Kritiker in den eigenen Reihen nicht für stark genug, dass sie mit einer Kandidatur Schaden nehmen könnte.

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