Marion Pietrzok 24.11.2011 / Kino und Film

»Gefühlsduseliger Blödsinn«

»Der Gott des Gemetzels« von Roman Polanski

Der Hausarrest in der Schweiz war beendet, das Drehbuch geschrieben, Polanski nun frei, aber nicht unbedingt auf unsicheres Reisen erpicht, und so blieb er mit seinem neuen Film, in Frankreich gedreht, quasi zu Hause, und zwar doppelt: eine Wohnung ist der Schauplatz und (fast) weiter nichts. Auf engstem Raum wogen die Konflikte zwischen vier Personen, der Zuschauer ist in dankbarer Position, der Perspektive durchs Schlüsselloch, froh, nicht selbst vorgeführt zu werden. Wie schnell der Lack ab ist, das schön Zivilisierte des Miteinanders, das zeigt Yasmina Rezas »Gott des Gemetzels«, Theaterbesuchern bestens bekannt. Polanski hat gemeinsam mit der wohl meistgespielten Dramatikerin der Gegenwart das Stück für die Leinwand adaptiert, in Echtzeit spult er die Geschichte ab.

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