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11.01.2012

U-Ausschuss zu Nazitrio in Sichtweite

Berlin (dpa/nd). Mit den Pannen bei den Ermittlungen gegen die Zwickauer Neonazi-Terroristen wird sich aller Voraussicht nach ein Bundestags-Untersuchungsausschuss beschäftigen. Nach Grünen und Linkspartei hat sich auch die SPD für ein solches Gremium ausgesprochen - allerdings in Kombination mit einer Bund-Länder-Expertenkommission. Die Parlamentarischen Geschäftsführer der Fraktionen wollen sich an diesem Freitag abstimmen - die Fraktionen selbst könnten dann in der kommenden Woche entsprechende Beschlüsse fassen.

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann erklärte am Dienstag, die SPD werde ein Konzept für eine Kombination von Bund-Länder-Expertenkommission und Untersuchungsausschuss vorlegen. Ziel sei es dabei, »lähmende Paralleluntersuchungen« zu vermeiden und schnell zu fundierten Ergebnissen zu kommen. Er sei zuversichtlich, dass sich die anderen Fraktionen diesem Vorschlag nicht verschließen würden.

Dieser Artikel gehört zu folgenden Dossiers:

  • Kampf gegen Rechts

    Die Enttarnung des Zwickauer Nazitrios rückt den Kampf gegen Rechts wieder in den Mittelpunkt der Debatte. Doch oft erschwert die die Politik die Arbeit von Initiativen gegen Rechtsextremismus, denn die Projekte haben mit Mittelkürzungen und der Extremismusklausel zu kämpfen.

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