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Von John Dyer, Boston
13.01.2012

New York setzt auf Hochtechnologie

US-Metropole will sich von ihrer Abhängigkeit von der Finanzwirtschaft lösen / Hochtechnologie-Campus geplant

Die Hauptstadt der Finanzwirtschaft will vermehrt auf Hochtechnologie setzen. Die Cornell Universität und das Technion-Israel Institute of Technology bauen einen Hochtechnologie-Campus mitten in der Stadt. Investitionen von zwei Milliarden Dollar sind geplant.

Das Silicon Valley und Boston sind die Heimat der Hochtechnologie in den USA. Die größte Stadt des Landes dagegen taucht auf der Karte der technologischen Innovationen nicht auf. New York fehlen technische Hochschulen und deren Ausgründungen, die anderswo das Rückgrat der Innovation bilden. Gerade Jungunternehmen haben Mühe, in der teuersten Stadt der USA Fuß zu fassen.

Doch das soll sich ändern. Die globale Hauptstadt der Finanzwirtschaft will sich von ihrer Abhängigkeit von den Finanzdienstleistungen lösen. Bürgermeister Michael Bloomberg hat deshalb am Montag den Startschuss für den Bau eines Hochtechnologie-Campus mitten in der Stadt gegeben. Die Cornell Universität aus Ithaka im Norden des Bundesstaates New York und das Technion-Israel Institute of Technology in Haifa haben den Zuschlag für den Campus auf der Roosevelt-Insel im East River zwischen Manhattan und Queens bekommen. »Dieser Tag wird als ein historischer Augenblick in Erinnerung bleiben«, sagte Bloomberg. »Dieses Projekt wird unsere Stadt verändern.«

Insgesamt sollen 2 Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro/1,8 Milliarden Franken) in das 185 000 Quadratmeter große Gelände investiert werden. Bereits das erste Gebäude soll seinen Energiebedarf vollständig selber decken, unter anderem dank Solarmodulen auf dem Dach und in den Fassaden. Auf dem Campus sollen 280 Wissenschaftler 2500 Studenten der Medienwissenschaften, der Gesundheitswissenschaften und der nachhaltigen Entwicklung ausbilden. Daneben sollen hier auch Lehrer der öffentlichen Schulen der Stadt weitergebildet werden. Bereits der Bau des Campus soll 20 000 Bauarbeitern Arbeit geben. Wenn die Anlage fertig ist, werden 1,4 Milliarden Dollar an Steuereinnahmen erwartet.

Die Wirtschaftsförderer der Stadt rechnen damit, dass der Campus zu einem Motor der Innovation wird. Über 20 Jahre sollen hier 600 Unternehmen gegründet werden. Die Dichte von klugen Köpfen soll neue Produkte hervorbringen helfen. »Software und ihre Anwendungen brauchen die Dichte an Kompetenz, die sich in Städten ansammelt«, sagt Seth Pinsky, Präsident der New Yorker Wirtschaftsförderungsagentur.

Die beiden Hochschulen aus Ithaka und Haifa haben sich gegen 15 Konkurrenten durchgesetzt. Dazu zählte auch die Stanford Universität, das wissenschaftliche Rückgrat des Silicon Valley. Den Ausschlag gab eine Schenkung an die Cornell Universität, die für den neuen Campus in New York bestimmt ist: Charles Feeney, Besitzer der Duty Free Shoppers Group und einst Student der Cornell Universität, hat dafür 350 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt. Das ist die größte Schenkung, welche die renommierte Universität bisher erhalten hat. »Der Campus bietet eine einzigartige Gelegenheit, Chancen für die Wirtschaft und die Bildung zu schaffen«, sagte Feeney zur Begründung. Cornell und Technion-Israel werden außerdem einen Fonds gründen, der 150 Millionen Dollar an Risikokapital für Jungunternehmen auf dem Campus bereit stellt.

Die Stadt New York stellt das Grundstück für den Campus zur Verfügung und investiert 100 Millionen Dollar in die Infrastruktur. Der Campus auf der Roosevelt-Insel wird nicht das letzte derartige Projekt in der Stadt sein. New York will weitere Grundstücke für ähnliche Vorhaben zur Verfügung stellen. So will die Columbia Universität einen neuen Campus in Harlem bauen. Die Carnegie Mellon Universtität in Pittsburg im US-Bundesstaat Pennsylvania plant gemeinsam mit den Steiner Studios einen Mediencampus in der ehemaligen Werft der US-Marine in Brooklyn. Und die Universität New York sucht Unterstützung für einen weiteren Campus in Brooklyn. New York will sich fitt machen für die Wissensgesellschaft.

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