Nach dem Abriss des Palastes der Republik, an dessen Stelle in diesem Jahr mit den vorbereitenden Arbeiten für das Humboldt-Forum in Schlossgestalt begonnen werden soll, wenden sich die Freunde des alten Berlin nun dem Bereich auf der anderen Spreeseite zu: dem Areal zwischen Fernsehturm, Rotem Rathaus und Marx-Engels-Forum. Als der Bundesbauminister es am Dienstag in Augenschein nahm, entdeckte er auch das Denkmal der Urväter des Kommunismus im Marx-Engels-Forum. Das möchte er nun in die Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde verfrachten. »Da gehören die besser aufgestellt - das ist ja so eine Art sozialistisches Reste-Zentrum«, gab Ramsauer einer Zeitung zu Protokoll. Der Minister möchte das Umfeld des Museumsschlosses diesem adäquat gestalten. »Der Wiederaufbau des Berliner Schlosses bietet die Möglichkeit, im Stadtbild die alte historische Achse wieder sichtbar zu machen. Diese Gelegenheit sollte nicht vertan werden.«
Berlins Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) findet Ramsauers Umzugsidee ebenso erstaunlich wie geschichtsvergessen. »Es ist nicht daran gedacht, Marx und Engels aus dem Zentrum zu verbannen«, sagte er. Berlin habe eine bewegte Geschichte und ist eine aufgeschlossene Metropole, »hier passen auch Schloss und Denkmal nebeneinander«.
Einen kleinen Ortswechsel mussten die Bronzeskulpturen, die 1986 im Zentrum des Marx-Engels-Forums aufgestellt wurden, schon im September 2010 mitmachen. Damals waren sie um einige Meter an den Nord-West-Rand des Forums verschoben worden, weil auf ihrem angestammten Platz in diesem Frühjahr der Weiterbau der U-Bahn-Linie 5 vom Alex Richtung Hauptbahnhof beginnen soll. Hier wird die Startbaugrube entstehen, von der aus sich eine riesige Schildvortriebsmaschine durch den Untergrund wühlt. Ursprünglich war geplant, die Denkmalsanlage, zu der auch Reliefwand und Edelstahlstelen gehören, während der Bauzeit einzumotten. Auf Intervention der Linkspartei - damals noch Berliner Regierungspartei - kam die Verschiebeaktion zustande. LINKE-Fraktionschef Udo Wolf kündigte gestern denn auch »entschiedenen Widerstand« gegen die »geschichtslosen Fantasien« Ramsauers an. »Das Marx-Engels-Forum mit dem Denkmal gehört zur Stadtmitte wie das Rote Rathaus oder der Fernsehturm.«
Das wird auch beim bisherigen Koalitionspartner so gesehen. Zwar findet Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz Ramsauers Aufforderung richtig, sich mit dem modernen Wiederaufbau der untergegangenen Berliner Altstadt als einer großen urbanen städtebaulichen Aufgabe zu stellen. Diese Aufgabe könne allerdings nicht damit beginnen, dass als erstes das Marx-Engels-Denkmal abgeräumt wird. »Eine Auslagerung nach Friedrichsfelde, um aus der dortigen Gedenkstätte eine Art sozialistischen Streichelzoo zu machen, kann hier nicht die richtige Antwort sein.«
Diese Haltung ist immerhin bemerkenswert, gelten doch Schmitz wie auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) als Freunde des historischen Berliner Stadtgrundrisses rings um das Rote Rathaus. Um den wiederherstellen zu können, müssten Marx und Engels weichen. Auch die Vorstellungen des neuen Koalitionspartners CDU gehen in diese Richtung. Laut Koalitionsvertrag soll es dazu einen städtebaulichen Wettbewerb geben, der die »Balance« findet zwischen »der Sensibilität für die historische Gestalt der Berliner Altstadt, einer möglichen baulichen Entwicklung und der Bewahrung bzw. Qualifizierung grün geprägter städtischer Freiräume«. Für die Stadtentwicklungsexpertin der Linksfraktion, Katrin Lompscher, eine sehr vage Formulierung. Sie erinnert daran, dass der rot-rote Senat den Erhalt des grüngeprägten Freiraums beschlossen hatte. »Er ist so etwas wie ein Berliner Central Park, der in seiner Grundstruktur erhalten bleiben sollte.« Allenfalls städtebauliche Ergänzungen am Rande und solche, die mit der Parknutzung im Einklang stehen, kann sie sich vorstellen.
Die Stadtentwicklungsverwaltung bereitet derzeit einen Ideenwettbewerb zu dem Areal vor. Wann er startet, ist noch ungewiss. »Wir wollen erst mal in die öffentliche Debatte zu dem Ort kommen«, so Sprecherin Daniela Augenstein. Das Marx-Engels-Denkmal soll aber nicht zur Disposition gestellt und auch nicht zugebaut werden. »Es wird also weiter zu sehen sein.« Überhaupt sei das Areal bis 2017 Baustelle, so lange werde an ihm ohnehin nicht gerüttelt.
Zwischen Palast und Marienkirche/Fernsehturm/Neptunbrunnen. Sie kamen mir schon damals etwas entsorgt vor. Und wir haben uns die beiden ja auch nach Kräften zurecht gebogen und sie auch immer streng auszugweise rezipiert.
Egal, wohin dieser Baubudenrülps aus Bayern die beiden verfrachten läßt, mit Berlin hatten sie auch schon zu Lebzeiten nicht viel am Hut. Schlimmer wäre es, wenn sie ganz schräg gegenüber die 11. Feuerbachthese im Uni-Hauptgebäude von der Wand kratzen würden. Ist sie noch da?
ich stehe aber auf deren vorbildliche Haartracht, die auch Jimmy Hendrix beeinflußt haben könnte.
ehe er mit Friedrich zum to pose nach dem Engelhardt rüber is
hätte Bundesbrauminister werden sollen mit seinen Schnapsideen.
Die sollten mal lieber Karl den Großen danken, dass sie überhaupt noch an den Bergen herumjodeln können. Ansonsten, der Größenwahn kam schon immer aus den Bergen. Die Bayern sollten mal auf dem Teppich bleiben und sich niemals mit unseren Preussenkönigen messen, das waren die einzigsten Könige die im deutschen Raum existierten, welche vom Volk akzeptiert wurden.
Bayern und Preussen, schon immer ein Problem und wären die Amis nicht gewesen, so könnte Mitteldeutschland noch heut vom Reichtum des Wissens und Könnens dem Rest der Bunten Republik zeigen was preussische Tugenden sind. Also lieber Bayer im geschenkten Ministerium, lass deine Finger von Karl und Friedrich und weine um deinen Bayernkönig.
Am besten wäre wirklich, du gehst zurück zu deinen Bergen und jodelst wieder. Denn auch als Verkehrsminister bist du ein absoluter Ausfall, da war ja Manni Stolpe besser. Nuja, die Aigner und weitere sind eben nicht fürs Volk sondern für die Industrie und andere Briefe.
Didi
Wowereit und sein jetziger Kulturchef zurück in die Vergangenheit wollen:
Dann möchte ich Berlin aber im Zustand von vor 750 Jahren!!
Und zu Ramsauer: Will er als Bayer den alten Kaiser Wilhelm wiederhaben? Seltsame Bayern.
Das sind doch jetzt die beiden Tempo,Tempo-Knüller!
Ob Berliner Haupbahnhofsanierung, S-Bahn oder A100,
bei der Stadtentwicklung den Berliner nichts mehr wundert.
Diese beiden zicke – zacke,
vermeiden emsig die Berliner Hundekacke.
Denn wie fleißig die Köter auch auf die Gehwege scheißen,
soll es in Zukunft doch nicht mehr heißen:
Peter und Michael “machten beide,
Als sie lebten, keinem Freude:
Bildlich siehst du jetzt die Possen,
Die in Wirklichkeit verdrossen,
Mit unbehaglichem Gekicher,
Weil du selbst nicht vor ihnen sicher.
Aber das bedenke stets:
Wie man’s treibt, mein Kind, so geht’s.”
Und wenn das Paar dann auf’n neuen BER rumst,
und dabei auch manch ein T-Eisen bumst,
denkt bei ihnen bald keiner mehr lustlos sinister
an den großen und kleinen Stadtentwicklungsminister.
(Zitat nach Wihlem Busch)
Was soll denn Karl der Fiktive für die relativ kleinwüchsigen rundröpfigen und schwarzhaarigen Bajuwaren getan haben?
Was Deine tugendhaften Preußen sind, die haben sich von den untergegangenen Nachbarn der Masuren einen Decknamen geklaut. Sie waren und blieben Hohenzollern, also Angehörige eines süddeutschen, den Bayern unmittelbar benachbarten zänkischen Bergvolkes Seinerzeit im Auftrage des deutschen Kaisers vom Zollerberg bei Hechingen hinabgestiegen in die brandenburgische Streusandbüchse, um den warlords, die da über Indigene und aus dem Westen zugereiste Brandenburger ein Raubritterregiment führten, einen über den Schädel zu ziehen. Aber mit Effzwo und Wilhelm I haben sie den Deutschen zwei herrausragende Massenmörder vermacht.
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