Es heißt, im Nahostkonflikt, also im Verhältnis zwischen Israel und Palästina, hätten sich die Kontrahenten richtiggehend ineinander verknotet. Die Sache sei kompliziert und schwierig zu entwirren. Die Politik beschäftigt sich bereits seit langem damit, und regelmäßig präsentieren sich Menschen, vor allem aus den USA und Europa, mit Friedensinitiativen und Konfliktlösungsstrategien, die ebenso regelmäßig wieder scheitern - was dem politischen Ansehen dieser Menschen allerdings nicht zu schaden scheint. Israelis und Palästinenser folgen ihnen immer wieder, weil alles andere als »unversöhnlich« und »gegen den Frieden« gewertet würde.
Israel hat sich trotz Zustimmung zu Friedensinitiativen aber nie von seiner Besatzungs- und Siedlungspolitik abbringen lassen, ganz im Gegenteil. Und die von ausländischer Finanzhilfe abhängige palästinensische Führung stimmte immer wieder zu, weil alles andere zu weit reichenden Einschnitten führen würde. Denn im Unterschied zu Israel fließt das ausländische Geld an Palästina nur, wenn man sich dort an die Regeln hält. Vor allem der Westen bezahlt die palästinensischen Beamtengehälter, die Sozialhilfe, Polizei und Repressionsapparat, einen Teil der Zivilgesellschaft, einen großen Teil der Kulturarbeit, die Versorgung der Flüchtlinge, Garantien für Individualkredite und darüber hinaus eine Reihe von Programmen zur Institutionsentwicklung und zur Wirtschaftsförderung. Über die Hälfte der palästinensischen Bevölkerung, vor allem die Mittel- und Oberschicht, ist von ausländischen Finanzspritzen abhängig.
All diese Menschen zählen darauf, dass die palästinensische Führung Entscheidungen trifft, die den ausländischen Geldgebern genehm sind. Ansonsten bleiben Gehälter aus, Kredite werden unbezahlbar. Alles bricht zusammen. Deshalb verhalten sich die Genugverdiener trotz der unbefriedigenden politischen Situation ruhig, bei den anderen sorgt dafür der hauptsächlich von den USA geförderte palästinensische »Sicherheitssektor«. Dass die Befürchtungen eines Zusammenbruchs ernst zu nehmen sind, zeigten bereits die Zahlungsaussetzungen nach dem Sieg der Hamas bei den Parlamentswahlen von 2006, obwohl die Beteiligung der Islamisten von den westlichen Regierungen ausdrücklich gewünscht war. Das zweite Beispiel ist die Aussetzung der Programme von USAID - einer Behörde der Vereinigten Staaten für Entwicklungszusammenarbeit - nach dem palästinensischen Aufnahmeantrag in die Vereinten Nationen im September; und das obwohl im Prinzip alle Staaten der Erde formell eine Zwei-Staaten-Lösung für den Nahostkonflikt unterstützen, also die Schaffung eines palästinensischen Staats an der Seite Israels.
Israel hatte sich ebenfalls für die Bildung eines palästinensischen Staates erklärt, allerdings erst am Ende eines bilateralen Verhandlungsprozesses. Verhandelt wird bereits seit 1991. Ein palästinensischer Staat existiert aber noch immer nicht, es existieren nicht einmal definierte israelische Grenzen. Die praktische Ablehnung der palästinensischen Staatsgründung durch Israel ist jedoch erklärbar: Landraub bleibt dann ungestraft, die ökonomischen Profite sind groß, der Widerstand der USA und Deutschlands ist es nach den von ihnen selbst genannten Prinzipien nicht.
Nun wäre es interessant, die deutsche Nahoststrategie zu diskutieren; eine Strategie zur Erreichung der postulierten Ziele: Frieden und Schaffung eines palästinensischen Staates. Eine solche Strategie gibt es aber nicht. Darüber hinaus ist Deutschland, entweder direkt oder über die NATO, an einigen militärischen Aktionen zwischen Afghanistan und Libyen beteiligt. Es müsste also Interesse daran bestehen, lösbare Konflikte mit der arabischen oder islamischen Welt tatsächlich zu lösen. Und im israelisch-palästinensischen Fall wurde in den meisten der strittigen Punkte bereits Einigung erzielt.
Um hier den letzten Schritt zu tun, braucht es jedoch auch den Druck auf Israel, nicht nur auf die Palästinenser. Die ab und an vorsichtige, verbale Kritik an Israels Besatzungspolitik hat in Israel keine Auswirkungen. »Israel spuckt immer noch in die Gesichter befreundeter Länder«, schrieb die israelische Journalistin Amira Hass einmal, »und in diesen Ländern freut man sich dann über den Regen.«
Schon Konrad Adenauer definierte, dass »die Art, wie die Deutschen sich den Juden gegenüber verhalten werden, die Feuerprobe der deutschen Demokratie sein wird«. Im Mittelpunkt stand also schon damals die Ehrenrettung Deutschlands und nicht ein grundsätzliches Umdenken in Bezug auf Antisemitismus.
Es ist heute Standard, dass sich das deutsche Wohlverhalten gegenüber den Juden in einem ausschließlichen Israel-Fokus äußert. Prägnant ausgedrückt: »Herr Bubis, sehen wir uns nächste Woche bei Ihrem Botschafter?« Das fragte die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) beispielhaft den damaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland. Sie meinte den israelischen Botschafter.
So werden alle Juden automatisch zu Staatsbürgern Israels oder zumindest zu Menschen gemacht, deren unbedingte Loyalität Israel gilt, und nicht dem Land, in dem sie zu Hause sind. Es scheint immer noch so, als wollten die Deutschen ihre jüdischen Mitbürger loswerden oder sie zumindest als nicht dazugehörig wahrnehmen. Und für manche scheint der Schritt von der angenommenen Stellvertreterfunktion Israels für alle Juden zur Gleichsetzung der Beschäftigung mit Antisemitismus und Nahostkonflikt nicht weit.
Wenn also das unkritische Verhältnis zu Israel in Deutschland Staatsräson ist, die nicht hinterfragt wird, und alles andere antisemitisch ist, dann ist das sowohl ein Hindernis im Kampf gegen deutschen Antisemitismus als auch in der Meinungsbildung zu Israel/Palästina. Zu Tage tritt die Wirkung dieses Tabus sehr oft im Zuge von Israel/Palästina-Besuchen deutscher Politiker jeder Couleur. Im nicht-öffentlichen Gespräch wird über die verschiedenen Aspekte israelischer Besatzungspolitik geklagt, im Presseinterview werden jedoch viel mildere Worte gefunden und die Formulierungen eingefügt, die stark nach auswendig gelernt klingen. Man will nichts Falsches sagen, denn das könnte schnell das Ende einer politischen oder journalistischen Karriere bedeuten.
Wenn aber unklar ist, ob eine Position zum Thema Israel/Palästina auf Überzeugung beruht oder nur auswendig gelernt ist und dem Selbstschutz (oder der Provokation) dient, dann fehlen die Voraussetzungen für eine echte Auseinandersetzung mit dem Thema. Anders gefragt: Wen kann man in der von Tabus und Angst bestimmten Diskussion über Israel/Palästina oder Antisemitismus eigentlich ernst nehmen?
So hält man sich aus allem so weit wie möglich heraus. Wenn aber der deutsche Außenminister aus unbedingter Treue zur rechten israelischen Regierung den palästinensischen Aufnahmeantrag in die Vereinten Nationen ablehnt, dann lehnt er nicht nur die Politik der Bundesrepublik selbst ab. Deutschland im Verein mit den USA und der Weltbank bestätigte der palästinensischen Führung in Ramallah ja zuvor, alle Voraussetzungen zur Staatsbildung im September 2011 zu erfüllen. »Die Abstimmung zeigte, dass der angenommene internationale Konsens zur Zwei-Staaten-Lösung ein Mythos war«, sagte ein Aktivist einer neuen palästinensischen Jugendbewegung kürzlich. »Und wenn die Zwei-Staaten-Lösung unrealistisch ist, warum sollten wir dann nicht gleich für ›andere unrealistische Lösungen‹ kämpfen, wie beispielsweise den demokratischen Staat im gesamten historischen Gebiet von Palästina?« So führt die falsche Solidarität mit Israel dazu, dass das Gegenteil erreicht wird.
Dasselbe gilt für die Ablehnung gewaltfreier Aktionsformen, beispielsweise der internationalen Kampagne für Boykott, Desinvestition und Sanktionen (BDS) gegen Israel. Es gibt in Deutschland Gründe, BDS abzulehnen. Die Frage ist jedoch, welche Widerstandsformen die Ablehner den Palästinensern überhaupt zugestehen. Und wer wirkungsvolle gewaltfreie Aktionen verhindert, muss der nicht auch Verantwortung übernehmen, wenn die Menschen Waffengewalt wieder als effektiv entdecken?
Trotz allem verweisen viele die Palästinenser immer noch an die UNO. Angesichts der Wirkungslosigkeit der von diesem Gremium zu Israel/Palästina beschlossenen Resolutionen, führt dies aber nur zur Verfestigung der palästinensischen Meinung, dass Hilfe sicherlich nicht aus dem Ausland kommen wird. Eine ebensolche Erkenntnis hat 1987 die erste Intifada ausgelöst. Der Unterschied zu heute ist jedoch, dass damals die politischen Kräfte Palästinas noch organisiert waren und eine Eskalation verhinderten. Zudem sind heute viel mehr Waffen vorhanden.
Insgesamt wird sehr deutlich, dass der nahöstliche Knoten, die komplizierte Situation, weniger im Osten liegt, sondern sehr nah bei uns.
|
Foto: nd/Wolfgang Frotscher
|
Von Erich Fried
Als wir verfolgt wurden,
war ich einer von euch.
Wie kann ich das bleiben,
wenn ihr Verfolger werdet?
Eure Sehnsucht war,
wie die anderen Völker zu werden
die euch mordeten.
Nun seid ihr geworden wie sie.
Ihr habt überlebt
die zu euch grausam waren.
Lebt ihre Grausamkeit
in euch jetzt weiter?
Den Geschlagenen habt ihr befohlen:
»Zieht eure Schuhe aus«.
Wie den Sündenbock habt ihr sie
in die Wüste getrieben
in die große Moschee des Todes
deren Sandalen Sand sind
doch sie nahmen die Sünde nicht an
die ihr ihnen auflegen wolltet.
Der Eindruck der nackten Füße
im Wüstensand
überdauert die Spuren
eurer Bomben und Panzer.
Der Autor leitet das Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Ramallah im palästinensischen Westjordangebiet.
Es gibt doch nur in Sonntagsreden eventuell mal ein bißchen Kritik am
Siedlungsbau und dem damit verbundenem Landraub.
Real ist es doch eher so, das Europa den Landraub untertstützt!
Dazu folgendes:
der europäische Gerichtshof hat in einem Urteil festgestellt, das Produkte aus den Siedlungen in den von Israel besetzten Gebieten nicht unter die Zollfreiheit bei der Einfuhr in die EU fallen.
Die EU akzeptiert es aber, das Israel Produkte aus den Siedlungen als "aus israelischem Zollgebiet" deklariert und ZOLLFREI in die EU exportiert! Und so werden Produkte aus den Siedlungen (wie z.B. Soda-Club-CO2-Geraete, Obst und Golan-Wein) weiterhin zollfrei von Israel in die EU exportiert.
Von der EU wird es abgelehnt, konsequent gegen die Zollfreiheit der Siedlungsprodukte vorzugehen!
Firmen, die ihren Sitz in Siedlungen haben, können ungestört auf dem europäischen Markt aktiv sein.
Ähnliches geschieht mit Zuwendungen für Forschung und Bildung aus der EU für Israel. Da wird auch nicht darauf geachtet, ob sich das empfangene Institut in einer Siedlung befindet oder in den legalen Grenzen von 1967. Und so fließen in bestimmte Siedlungen direkt EU-Steuergelder.
Das Organisationen, die in der EU Spenden für den Siedlungsbau sammeln, hier (zumindest in Deutschland) als gemeinnützig gelten (und damit ein Steuerprivileg geniessen), ist auch nicht weiter verwunderlich.
DIESE UNTERSTÜTZUNG der EU für den Siedlungsbau wird von niemandem in der Politik thematisiert, jedenfalls nicht in der deutschen
Politik. Auch von der Rosa-Luxemburg-Stiftung nicht?
.
Bei dieser Praxis wundert sich natürlich keiner, das ein paar Proteste aus der EU in Sonntagreden die israelische Regierung nur
müde lächeln lässt.
interessanter artikel, aber vieleicht kann ja auch noch mal ein mitarbeiter aus dem RLS-Büro in tel aviv einen artikel schreiben und damit auch eine andere sicht der dinge beschreiben. einfach um in der debatte zu bleiben :)
"Wenn also das unkritische Verhältnis zu Israel in Deutschland Staatsräson ist, die nicht hinterfragt wird, und alles andere antisemitisch ist, dann ist das sowohl ein Hindernis im Kampf gegen deutschen Antisemitismus als auch in der Meinungsbildung zu Israel/Palästina."
das ist einfach nur dumm und falsch. wer so einen quatsch schreibt, sollte mal die deutsche presse aufmerksam lesen, bzw. auf irgendein podium gehen, dass sich mit dem thema nahost auseinandersetzt, agal ob bei KAS, FES oder RLS. wenn es einen konsens in der deutschen bevoelkerung gibt, ist es die liebe zum fussball und die kritik an der politik israels. die zeitungen sind doch voll davon und der un-sicherheitsrat beschäftigt sich mit diesen paar millionen menschen jeden monat mindestens einmal - das wurde festgelegt. hier von zensur bei deutschen medien zu sprechen ist nonsens!
... würdest du aufmerksam das ND lesen, wäre dir nicht z. B. Klaus Lederers begeisterter Jubelbericht über seinen RLS-Besuch in Tel Aviv entgangen, auch Halina Wawzyniak schwärmte davon, wie locker doch die israelische Bevölkerung ihr Leben genieße. Von unterdrückten und ausgebeuteten PalästinenserInnen z. B. in Tel Aviv, geschweige denn in den von Israel völkerrechtswidrig besetzten Gebieten schrieben sie nichts und schon gar nicht über die israelischen Anarchists Against the Wall und deren vorbildliche Rolle im gewaltfreien Widerstand gegen Besatzung und Barrierebau ( de.wikipedia.org/wiki/Anarchists_Against_the_Wall ). Sie hatten vor allem Sympathie für das "arme kleine schwache" Israel, das doch ständig von waffenstarrenden arabischen Aggressoren ins Meer gejagt zu werden drohe und sich deshalb kompromißlos "verteidigen", sprich Aggressionskriege führen müsse. So jedenfalls die zionistische in Endlosschleife verbreitete Lügenstory. Lederer und Wawzyniak hätten so viele nette Israelis getroffen, leider waren offenbar keine israelischen WiderstandsaktivistInnen darunter, die von der Realität im Umgang des Staates Israel mit den PalästinenserInnen, auch den israelischen!, hätten berichten können.
"leider waren offenbar keine israelischen WiderstandsaktivistInnen"
... und israelische FriedenkämpferInnen darunter.
... im übrigen bin ich der Meinung, daß die rassistische, kriegstreiberische, denunziatorische Politsekte BAK Shalom endlich aus der Partei Die Linke entfernt werden muß!
... ist schon klar, daß du die von Peter Schäfer aufgezeigte Realität als "dumm und falsch und quatsch" bezeichnest, seine Analyse paßt nicht in dein auf Eretz Israel geschrumpftes Weltbild
... außer Karin Leukefeld gehst du nun auch Peter Schäfer an, der sich doch wahrlich Mühe gegeben hat, die tägliche Realität im Nahostdrama nicht allzu realistisch häßlich darzustellen
... z. B. schreibt er: "Vor allem der Westen bezahlt die palästinensischen Beamtengehälter, die Sozialhilfe, Polizei und Repressionsapparat, einen Teil der Zivilgesellschaft, einen großen Teil der Kulturarbeit, die Versorgung der Flüchtlinge, Garantien für Individualkredite und darüber hinaus eine Reihe von Programmen zur Institutionsentwicklung und zur Wirtschaftsförderung" - was ja auch stimmt. Aber erschrieb nicht, daß Israel als Besatzungsmacht diese Gelder und auch palästinensische Steuereinnahmen treuhänderisch verwaltet und sie nach Belieben oder manchmal auch gar nicht an die Palästinensische Autonomiebehörde ( de.wikipedia.org/wiki/Pal%C3%A4stinensische_Autonomiebeh%C3%B6rde ) weiterleitet. Soll heißen, der Staat Israel setzt seine treuhänderische Verfügungsmacht über Gelder der palästinensischen Bevölkerung regelmäßig als erpresserisches Druckmittel ein. - Das hat Peter Schäfer nicht geschrieben, warum also bekämpfst du seinen, dir mißliebigen Bericht mit dem neben Antisemitismus zweiten Totschlagsargument der Antideutschen und Zionisten, nämlich als Verschwörungstheorie?!
... ... im übrigen bin ich der Meinung, daß die rassistische, kriegstreiberische, denunziatorische Politsekte BAK Shalom endlich aus der Partei Die Linke entfernt werden muß!
"und der un-sicherheitsrat beschäftigt sich mit diesen paar millionen menschen jeden monat mindestens einmal"
... na, woran das wohl liegt?!!!
... schon mal daran gedacht, daß bisher jede israelische Regierung die einst von der UN beschlossenen Gebiete für Israel und für Palästina als rechtmäßige israelische Verfügungsmasse ansieht, aus der die palästinensische Bevölkerung wenn schon nicht ganz vertrieben, dann wenigstens brutal unterdrückt und gnadenlos ausgebeutet werden kann, bis sie aufgeben, ein eigenes Palästina haben zu wollen?
... schon mal daran gedacht, wie es wäre, wenn der Staat Israel die obigen bitteren Verse von Erich Fried von Anfang an verinnerlicht hätte und der palästinensischen Bevölkerung wie auch den angrenzenden arabischen Staaten sich als guter Nachbar präsentiert und nicht als hochgerüsteter Eroberer gebärdet hätte?
... schon mal daran gedacht, wieviele UN-Resolutionen ( de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_UN-Resolutionen ) Israel ebenso beharrlich wie schuldhaft mißachtet hat und wie oft nur durch das Veto der USA Israel vor entsprechenden Sanktionen bewahrt wurde? Alles böse Verschwörer und Feinde Isarels außer TimundStruppi? Doch wohl kaum!
... im übrigen bin ich der Meinung, daß die rassistische, kriegstreiberische, denunziatorische Politsekte BAK Shalom endlich aus der Partei Die Linke entfernt werden muß!
zwischen dem Handeln der deutschen Regierung und dem Denken und
Fühlen des Normalbürgers in bezug auf Israel.
Dank Internet sind viele Deutsche durchaus informiert über die Verbrechen der Besatzer, über die alltägliche Entrechtung, Entwürdigung und Unterdrückung der Palästinenser durch die Besatzungsmacht informiert.
Für die deutschen Regierungen ist dieses Handeln der Besatzungsmacht
irrelevant, sie bleiben bei ihrer grundsätzlichen Unterstützung jeder Regierung Israels, egal, was diese macht. Selbst Rassisten wie Lieberman finden in Berlin nur wohlwollende Aufnahme.
Das nennt man dann wohl Staatsraison.
Das dem Normalbürger es schwerfällt, Landraub, Morde und Bombardierungen gutzuheißen, kann man doch verstehen.
Natürlich sehen Netanyahu und Lieberman das anders.
Für sie ist das West-Jordanland ein Teil des "heiligen" Israel, und sie denken überhaupt nicht daran, die Rechte der dort lebenden Palästinenser als gleichwertig mit den Rechten jüdischer Menschen
zu betrachten.
Ihr Ziel ist es, dieses Land mit "araberreinen" Städten, Dörfern und Strassen in Besitz zu nehmen und die Palästinenser in immer kleinere
Kantone zusammenzudrängen und einzuschließen. Daran arbeiten sie täglich planmäßig und bewusst.
Und du meinst, das für diese Politik auch einmal im ND geworben werden sollte?
Den @tim uns anstatt seinem struppi vor die Füße wirft. Wenn @timundstruppi hier vorbei kommen, mache ich immer "leise tse tse tse", das entspannt.
Richtig müsste es heißen: das unkritische Verhältnis der deutschen Elite (aus Politik, Wirtschaft, Medien, Kultur, etc) zu Israel.
Der deutsche Normalbürger sieht es schon etwas anders, wie man in
diversen Internetforen mitbekommen kann, denn er fühlt sich nicht unbedingt an die Staatsraison seiner Elite gebunden.
Der Normalbürger neigt auch nicht dazu, Verbrechen, Unterdrückung und
Landraub ohne weiteres zu verschweigen.
.
Die genannte deutsche Staatsraison ist nach dem 2.Weltkrieg so verabredet worden.
Die führenden Nationalsozialisten kamen ja aus der deutschen Elite,
aus dem deutschen Bürgertum. Ja, aus gutbürgerlichen Kreisen.
Sie hatten in der Regel studiert, waren also Akademiker. Sehr viele SS-Führer hatten einen Doktortitel.
Der Antisemitismus und ihre rassistischen Weltherrschaftpläne gehörten
zur deutschen Elite, zum deutschen Bürgertum.
Eine Aufarbeitung der Nazi-Ideologie wurde nach dem Krieg nie gefordert,
die Einheit zwischen Nazis und der Elite im Land nie erwähnt.
Auch von Israel und jüdischen Organisationen nicht.
Der Preis dafür war und ist: unbedingte Unterstützung Israels jedweder
Art (heute Staatsraison genannt) und hohe Geldzahlungen an Israel.
.
Die deutsche Elite hat sich u.a. so frei gekauft. Irgendwann werden Historiker diesen Teil der Geschichte vielleicht einmal aufarbeiten -
vielleicht wenn sie irgendwann nicht mehr mit der Geschichte der preussischen Könige zu sehr ausgelastet sind.
nur mal fuer dich als info. mensch kann gerne die rechte regierung in isarel kritisieren - das machen auch viele israelis die ich kenne und schaetze.
nur damit du es weisst - in israel gibt es viele arabische staedte und dörfer - im norden und sueden, in denen kein einziger jüdischer israeli wohnt, sondern nur arabische israelis. das ist die realität. die arabischen israelis sind geteilt in der meinung, aber die meisten wollen in israel bleiben und nicht in einen palästinensischen staat eingemeindet werden, was einmal für bestimmte gebiete leibermann vorgeschlagen hat. es ist ein schwieriges thema und sollte nicht vergessen werden.
ich plauedere mal su dem nähkästchen: diese anarchistische gruppe wird oft gerne bei uns zitiert und auch hofiert. kein problem - kann mensch gerne machen. sie ist aber ungefähr vergleichbar mit dem DKP-ortsverband münchen und hat nicht viele aktive mitglieder. wenn du mit der linken freidensbewegung in israel in kontakt geraten willst, bzw. über sie informiert werden willst, suche dir doch eine groessere gruppe raus, die auch ein wenig einfluss auf die israelische politik hat.
schoen - entfernen ist ja fast ein deutsch-historischer begriff. was nicht alles schon so entfernt wurde in unserer gesellschaft im letzten jahrhundert. dann stelle doch, sofern du parteimitglied bist, einen ausschlussantrag and die jeweiligen schiedskommissionen - du musst ihn nur noch begruenden! :)
Es gibt in Israel keine einzige Stadt, in der nur arabische Israelis leben.
Du darfst mir diese Städte, in denen deiner Meinung nach nur arabische
Israelis leben, gerne nennen, dann überprüfen wir deine Angaben einmal zusammen.
Man sollte nicht alles glauben, was die Landräuber so als Entschuldigung für ihre Anektionen im West-Jordanland behaupten.
Übrigens, Dörfer mit ausschließlich arabischer Bevölkerung mag es noch geben, allerdings hat jeder jüdische Israeli DAS RECHT, auch dort zu
wohnen und ein Haus zu bauen.
Genau das ist bei den "araberreinen" Städten und Dörfern im besetztem West-Jordanland nicht der Fall.
... nö, es geht nicht um Tims Knochen, es geht darum, ständig und immer wieder der zionistischen Lügenpropaganda entgegenzutreten und das Unrecht zu bekämpfen
... Tim kannste nicht von der Realität überzeugen, der ist argumenteresistent. Aber der Leserschaft, die vielleicht nicht so im Bilde ist und auf Tims Propaganda-Dauerberieselungen weil unwidersprochen reinfallen, diesen Teil der Leserschaft gilt es immer wieder aufs neue argumentativ anzustupsen, selber nachzudenken und Fakten zu bewerten. Günther1952 schreibt ja auch vor allem deswegen, damit Lügenpropaganda nicht widerspruchslos im (Kommentar)Raum stehen bleiben, denn wie schon gesagt, der Tim ist argumenteresistent ;-)))
... im übrigen bin ich der Meinung, daß die rassistische, kriegstreiberische, denunziatorische Politsekte BAK Shalom endlich aus der Partei Die Linke entfernt werden muß!
"Es gibt in Israel keine einzige Stadt, in der nur arabische Israelis leben."
vs.
"Übrigens, Dörfer mit ausschließlich arabischer Bevölkerung mag es noch geben,".
ok, anbei mal rahat, die kenne ich von gesprächen. das sind aber beduinen-städte. ich weiss, das sind nicht in jeder kategorisierung arabische staedte: de.wikipedia.org/wiki/Rahat.
Hier noch was im Norden: z.B. Kafr Quasim - en.wikipedia.org/wiki/List_of_Arab_localities_in_Israel.
Linksliberale Israelis, die mir dazu was erzaehlt haben und die ich kennengelernt habe, waeren bestimmt sauer, wenn du sie einfach als "Landräuber" beschimpfst. da machst Du es dir auch ein wenig zu einfach!
Meinungsfreiheit, Staatsräson, Israel und Elite
Zu diesem Thema passend wird in der Haaretz und der JP ein Vorschlag aus den USA gemeldet, der Israels Irankonflikt und den Beziehungen zu den USA eine besondere Würze verleiht:
„Uproar after Jewish American newspaper publisher suggests Israel assassinate Barack Obama“
www.haaretz.com/news/international/uproar-after-jewish-american-newspaper-publisher-suggests-israel-assassinate-barack-obama-1.408429
Dabei soll der Herausgeber und Besitzer der „Atlanta Jewish Times“, Andrew Adler, den Einsatz des Mossad vorgeschlagen haben, um einen zum Krieg gegen den Iran bereiten Präsidenten der USA verfügbar zu machen bzw. einen unwilligen auszuschalten.
Die Jerusalem Post kann aber auch über die Entschuldigung berichten, die Herr Adler für seinen Vorschlag den Präsidenten umzubringen, inzwischen geleistet hat.
'Atlanta Jewish News' owner apologizes for column suggesting Netanyahu deploy Mossad agents to assassinate US president.“
www.jpost.com/International/Article.aspx?id=254526
Alternativ hatte Adler den direkten Angriff auf den Iran oder aber einen Vernichtungsfeldzug gegen die Hisbollah und die Hamas ausgesprochen.
Interessant sind natürlich auch die Kommentare zu diesen Geschehen, die bei Haaretz auch durchaus mit Humor daherkommen können.
Aber so weit ist man in der BRD dann eben doch nicht dennoch hat mich gewundert, dass dieses Geschehen, das bereits im Guardian gestanden haben soll, hier keine Öffentlichkeit bekommen hat.
... das haben schon andere, gewichtigere Persönlichkeiten und Organisationen versucht, leider bis jetzt erfolglos. Denn diese zion-&us-phile Politsekte hat prominente, ebenfalls zionphile FürsprecherInnen ganz oben im PDL-Kader, die ihre schützende Hand über die nicht nur parteischädigenden DenunziantInnen halten, was immer auch an Rassismus, Unterdrückungsrechtfertigung und Kriegshetze abgesondert wird
... im übrigen und gerade deshalb bin ich um so mehr der Meinung, daß die rassistische, kriegstreiberische, denunziatorische Politsekte BAK Shalom endlich aus der Partei Die Linke entfernt werden muß!
"Linksliberale Israelis"
... soso, wußte gar nicht, daß es in Israel auch sowas wie die paar linksliberalen Fossile hier in der neoliberalen FDP gibt - in was für Kreisen du dich aber auch bewegst... :-ppp
bak shalom ist doch nur ein Bundesarbeitskreis bei den Jungs und Mädchen von solid. Und die werden doch alle auch vom Verfassungsschutz betreut. Das wird auch der Gregor Gysi nichts machen können (is ja gut, warn Scherz)
Ist ein quasi Beduinen-Ghetto innerhalb der von israeilischen Landräubern besiedelten Stadt Beerscheba.
bei der letzten aktuellen Stunde im Bundestag gab es auch noch welche, die glaubten andeuten zu können, Israel als eine treibende Kraft bei den Betrachtungen über einen Angriff -sei es Krieg oder Militärschlag - auf den Iran hinzustellen, ließe sich mit „Antiamerikanismus“ und „antiisraelischen Einstellungen“ erklären und in das Reich der Verschwörungstheorien katapultieren.
Aber das scheint diesem Schlag von Geschichtsinterpreten dann wohl nicht so durchschlagend in der breiten Öffentlichkeit gelungen zu sein, auch bei denen nicht, die nur gelegentlich die Tagesschau betrachten, weil sie keine Folge des Dschungelcamps und von DsdS verpassen wollen.
rahat liegt ungefähr 10 km noerdlich von beer sheva. kritisierenswert ist es eher, dass es keine gemischte siedlung zwischen den bevoelkerungsgruppen gibt. das finde ich eher ein problem.
das wort ghetto im zusammenhang mit rahat zu benutzen liegt leicht daneben (es natuerlich auch eine verharmlosung des holocaust und der deutschen schuld). arm ist die stadt auf jeden fall, aber den leuten geht es deutlich besser als in gaza, dass ja von vielen immer als ghetto bezeihnet wird und erich fried haette es wahrscheinlich auch getan.....
interessant ist, dass die stadt auch schon von der hamas beschossen worden ist. - soweit geht die abgefahrenheit der hamas!
Diese Verknüpfung zwischen Ghetto und Holocaust. Da bleibt mir nur ein leises tse tse tse
das deutschland sich mit israel verbündet und somit verhindert das ein palästinastaat entsteht hat gründe.da das westliche deutschland nach 45 sich nicht von seinen braunen wurzeln verabschieden wollte und aber der neugegründete staat israel von geldern aus deutschland abhängig ist,wurde stillschweigen vereinbahrt.bis heute.wenn es um geschäfte und geld geht ist auch der grösste feind mein freund,könnte mir auch vorstellen das es nicht wenige israelische firmen und geschäfte in deutschland gibt.um einen palästinsstaat zu gründen ist auch die jüdische lobby in den usa zu beachten.von dort kommen waffen ,technologie und auch nicht wenig geld.
ansonsten würde in israel nicht amerikanische waffen sprechen.und ein starker pol für amerika muss ja auch im nahen osten bleiben,achja für demkratie und ordnung(wegen des öls).bin ja mal gespannt wie sich israel gegenüber der neuen regierung in kairo verhält.sind nähmlich alles islamisten.
Aktuelle Ausgabe: 23.05.2012
Preis: 17,99 €
Preis: 7,95 €
Werbung:
Werbung: