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Von Kurt Stenger
25.01.2012

Früh vor der Krise warnen

DGB-nahes Institut macht Ifo-Index Konkurrenz

Es gibt in Deutschland zahlreiche, von Forschern erstellte konjunkturelle Frühindikatoren, die mehr oder weniger stark von der Öffentlichkeit registriert werden. Klar die Nase vorn hat bislang das Münchner Ifo-Institut mit seinem monatlichen Geschäftsklimaindex. Dieser wird aus einer Umfrage unter Unternehmen ermittelt, die darin über ihre aktuelle Geschäftslage und ihre Geschäftserwartungen für das kommende halbe Jahr Auskunft geben. Zu deutsch: Wiedergegeben werden Stimmungen.

Das DGB-nahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) möchte mit mehr wissenschaftlichem Tiefgang punkten. Schon bei der vierteljährlichen Konjunkturprognose gehen die Düsseldorfer Forscher eigene Wege und geben aufgrund der Unsicherheit von Vorhersagen unterschiedliche Szenarien für die weitere Entwicklung an. Punktgenaue Prognosen sind in Phasen mit Finanzmarktturbulenzen kaum noch möglich. Um dem Rechnung zu tragen, hat das IMK auf seiner Homepage www.boeckler.de/imk am Dienstag eine Art Frühwarnsystem für Wirtschaftskrisen gestartet. Der neuartige Indikator gibt die Wahrscheinlichkeit einer Rezession für die kommenden drei Monate an, was in den drei Ampelfarben visualisiert wird und so auch für den Laien übersichtlich ist. Zur Ermittlung des Indikators greifen die Forscher auch auf den Ifo-Index zurück, doch sie verwenden vor allem realwirtschaftliche und Finanzdaten wie Auftragseingänge, Produktionswerte, die Zahl offener Stellen, verschiedene Zinsspreads und den CDAX, der den Börsenkurs Hunderter von Unternehmen umfasst.

Aktuell steht das System auf Einmonats- und Dreimonatssicht im grünen Bereich - eine Rezession ist unwahrscheinlich -, auf Zweimonatssicht liegt die Wahrscheinlichkeit indes bei 41,5 Prozent (gelb). »Die wirtschaftliche Entwicklung führt über sehr dünnes Eis«, erläutert IMK-Direktor Gustav A. Horn dieses uneinheitliche Konjunkturbild. Der Indikator signalisiere große Unsicherheiten - und einen klaren Handlungsauftrag an die Regierungen der Euro-Länder: »Sie müssen deutlich machen, dass sie nicht riskieren werden, die Konjunktur durch einen überzogenen Sparkurs noch weiter zu schwächen«, so Horn.

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