Zuerst die gute Nachricht: Es ist bitterkalt, und die S-Bahn ist (bisher) nicht eingefroren. Die schlechte: Züge fahren trotzdem nicht. Fahrgäste sollten sich also warm anziehen, ansonsten könnte das Warten auf dem Bahnsteig im wahrsten Sinne zu einer Zitterpartie werden.
Denn die Ausfälle der Züge häufen sich wieder. Konnte die S-Bahn zum Jahreswechsel wie versprochen 500 ihrer rund 650 Doppelwagen einsetzen, waren es Ende vergangener Woche nur noch 450. Grund ist vor allem die schwierige Personallage. Dem Unternehmen fehlen 50 Fahrer. Wenn sich dann noch Krankmeldungen häufen, ist der Fahrplan Makulatur.
Kern des Übels: Wie um die Technik hat sich das Unternehmen in der Vergangenheit auch zu wenig um seine Beschäftigten gekümmert. Viele verließen die Tochter des Bahnkonzerns. Das Umsteuern begann viel zu spät. Immerhin ist das Problem erkannt, 100 Fahrer werden derzeit ausgebildet, die aber erst im Laufe des Jahres ihren Dienst antreten können.
S-Bahn-Fahrgäste müssen also noch mit einigen Überraschungen rechnen und auf gutes Wetter hoffen. Flugschnee zum Beispiel vertragen die Weichen, klirrende Kälte die Bremsanlagen nicht. Erst im Frühjahr sollen alle Wagen winterfest umgebaut sein
Aktuelle Ausgabe: 26.05.2012
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