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Josef Ackermann
Foto: dpa/Becker
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Berlin (nd-Damm). Die Deutsche Bank entscheidet nun doch noch nicht über ihre Spekulationen mit Nahrungsmitteln. Bankchef Josef Ackermann hatte nach dem Bericht der Verbraucherorganisation foodwatch vom Oktober 2011 in einem Brief erklärt, »kein Geschäft ist es wert, den guten Ruf der Deutschen Bank aufs Spiel zu setzen« und eine Reaktion für Ende Januar angekündigt. Die bleibt jetzt offensichtlich aus, wie foodwatch am Dienstag mitteilte. »Die Ankündigung war offensichtlich nur ein PR-Trick, um die Öffentlichkeit zu beruhigen«, so Thilo Bode. Der Geschäftsführer von foodwatch hatte nicht locker gelassen, war sogar zu einem Gespräch mit Bankmanagern nach London gefahren und hatte mehrmals schriftlich nachgehakt. In den Antworten der Bank, die »nd« vorliegen, spricht die zuständige Managerin jetzt von einem »breiteren Ansatz als geplant«, den die Bank verfolge, um »eine solide Entscheidungs- und Argumentationsgrundlage zu erarbeiten«. Und: »Im Namen von Herrn Ackermann möchte ich Sie bitten, von weiteren Schreiben abzusehen.«
Foodwatch zeigt sich enttäuscht von der Reaktion. Bereits das Treffen in London habe in einer unangenehmen Atmosphäre stattgefunden, die Mangager hätten die foodwatch-Studie abgelehnt, ohne sie gelesen zu haben und das Vorgehen pauschal als Angriff auf die Deutsche Bank diskreditiert, berichtete Bode. »Die Öffentlichkeit erwartet von der Bank keinen breiten Ansatz, sondern klipp und klar eine Antwort auf den begründeten Vorwurf, dass sie durch Geschäfte an den Rohstoffbörsen dazu beiträgt, dass Menschen in armen Ländern an Hunger leiden und sterben.«
Aktuelle Ausgabe: 21.05.2012
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