Dresden (dpa/nd). Sachsen bleibt eine wichtige Bühne für Konzerte rechtsextremer Bands. 2011 gab es 41 solcher Veranstaltungen, teilte das Innenministerium in Dresden am Donnerstag auf Anfrage mit. Ein weiteres Konzert wurde kurz nach Beginn von der Polizei aufgelöst, zwei hätten schon im Vorfeld verhindert werden können.
Durchschnittlich seien etwa 190 Besucher gekommen und damit mehr als im Vorjahr (150). Nach Angaben des Ministeriums hängt das mit zwei Großveranstaltungen zusammen, bei denen jeweils mehr als 1000 Leute erschienen. »2011 waren mindestens 30 rechtsextremistische Musikgruppen aus Sachsen aktiv (2010: 29), hieß es.
Laut sächsischem Verfassungsschutz gibt es nirgendwo in Deutschland so viele Konzerte rechtsextremer Bands wie in Sachsen. Die Bands treten meist auf dem Land auf. Häufig werden die Auftritte konspirativ vorbereitet und durchgeführt. Der Ort wird in der Szene meist erst kurz vorher mitgeteilt - per SMS. Stilistisch reicht das Spektrum rechtsextremer Musik von Punk und Rock über Metal bis hin zu Schlagern. Entlarvend wird es erst beim Text und bei den Namen der Bands - ob Leichenzug, Blitzkrieg oder Flaksturm.
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