Dem IT-Konzern IBM steht einem Medienbericht zufolge in Deutschland ein massiver Umbruch bevor. Das Unternehmen plane, in Deutschland mittelfristig eine hohe vierstellige Zahl der derzeit rund 20 000 Stellen abzubauen, berichtete das »Handelsblatt« unter Berufung auf Führungsgremien der deutschen IBM. Bis zu 8000 Stellen könnten dem Bericht zufolge verloren gehen. Externe sollen demnach künftig Aufgaben übernehmen, die bislang von fest angestellten IBM-Mitarbeitern erledigt wurden. IBM wollte sich dazu nicht äußern. Angaben zur Belegschaftsgröße und Pläne für die Beschäftigungsentwicklung kommuniziere IBM generell nicht, sagte IBM-Deutschland-Chefin Martina Koederitz am Dienstagabend in Stuttgart. Das »Handelsblatt« zitiert aus einem Schreiben des Konzerns: »Wir richten unser Geschäft ständig innovativ und wettbewerbsfähig aus. Transformation ist Teil unseres Geschäftsmodells. Entsprechend passt sich unsere Belegschaft an.«
Bert Stach, Verhandlungsführer von ver.di, sagte auf dpa-Anfrage: »Die Pläne sorgen für große Verunsicherung in der Belegschaft.« Die Unternehmensleitung müsse nun endlich Stellung beziehen. Deutschland ist dem Bericht zufolge eines der Pilotländer für die Verlagerung von Aufgaben an Externe. Der Stellenabbau soll sukzessive geschehen, nicht über die üblichen Mittel eines Sozialplans, sagen Insider. »Es gibt keinerlei Anträge über Sozialplanverhandlungen oder entsprechende Sozialtarifverträge. Ohne diese Instrumente wäre ein Abbau in dieser Größenordnung über einen kurzen Zeitraum aber kaum möglich«, wurde Stach von der Zeitung zitiert. dpa/nd
Aktuelle Ausgabe: 26.05.2012
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