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Von Steffi Prutean, dpa
08.02.2012

Feuerteufel verunsichert Freienwalde

Die Spuren sind ganz frisch: an dem beigefarbenen Wohn- und Geschäftshaus in Bad Freienwalde (Märkisch-Oderland) hat es Dienstagfrüh gebrannt. Wieder ein Feuer in der Kurstadt, wieder geht die Polizei von Brandstiftung aus. In den vergangenen Tagen waren die Feuerwehrleute fast täglich im Einsatz. »Das zehrt an den Nerven«, sagt Stadtbrandmeister René Erdmann.

Erneut hat der 38-Jährige auch diesmal auf Arbeit alles stehen und liegen gelassen und ist zum Tatort geeilt. In einem Keller verbrannte, was gelagert war: darunter ein Kinderwagen, ein Bett, ein altes Sofa. Es wurde niemand verletzt. Die Arztpraxis im Parterre darüber schloss und vertröstete die Patienten auf Nachmittag. Die Fenster der Praxis sind weit geöffnet, bei minus 14 Grad. Aus dem verrußten Kellerfenster dampft es. Spritzwasser gefriert auf dem Gehweg.

Die Stadt ist verunsichert. »Immer wenn Sirenen heulen, fragen wir uns, wo brennt es denn nun schon wieder«, sagt ein älterer Herr auf dem Marktplatz der rund 12 700 Einwohner zählenden Stadt. Eine Frau mit Fahrrad ergänzt: »Mir macht die Brandserie Angst. Neuerdings schließen wir alles ab, auch tagsüber.« Der Besitzer des Wohn- und Geschäftshauses, in dem es am Dienstag brannte, hatte die Mieter vor dem Brandstifter gewarnt. Im Hausflur hängt ein Zettel mit der Bitte um erhöhte Wachsamkeit, Haus- und Hoftür abzuschließen.

Im Rathaus gehen besorgte Anrufe ein. »Das Thema wird angesprochen«, erzählt Bürgermeister Ralf Lehmann (parteilos). Viel mehr sagt er nicht dazu. »Wir warten die Ermittlungen ab und verlieren uns nicht in Spekulationen.« So viele Brände in so kurzer Zeit habe es noch nie gegeben.

Die Polizei gründete eine Ermittlungsgruppe. »Wir sind gut aufgestellt, fachlich und personell«, berichtet Reinhard Höhne, Leiter der Kripo in der Polizeiinspektion Märkisch-Oderland. Der oder die Täter müssten gefunden werden. »Da gibt es kein Wochenende oder geregelten Feierabend.« Mit Fachleuten werden alle technischen Möglichkeiten ausgeschöpft, um die Taten aufzuklären, vom Brand eines Briefkastens bis zum Wohnhausbrand. Vor gut einer Woche retteten Feuerwehrleute 24 Menschen aus einem Wohnhaus, darunter 14 Kinder. Der Tag bescherte drei Feuer. Eine heiße Spur haben die Beamten derzeit nicht. Aber: »Jede Tat hinterlässt Spuren«, weiß Höhne.

Für Hinweise sind 1000 Euro ausgesetzt. »Es gehen wenig Hinweise ein«, sagt Höhne nachdenklich. »Wir merken, das Sicherheitsgefühl der Menschen ist angegriffen.« Dennoch seien alle Beobachtungen wichtig, auch alltäglichste. Beamte unterstützen die 12-köpfige Ermittlungsgruppe. »Es gibt nachts zusätzliche Kontrollen«, berichtet Einsatzleiter Heiko Tschörtner. Im Zusammenhang mit den Brandstiftungen seien andere Straftaten, wie Diebstähle und Einbrüche, aufgeklärt worden.

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