Reiner Oschmann 14.02.2012 / Kultur
Berlinale 2012

»Nicht ohne meine Perlen«

Hommage an Meryl Streep: »The Iron Lady« gelingt tatsächlich - Mitgefühl mit Margaret Thatcher

Als Baroness Thatcher, inzwischen 86 und von Altersdemenz umweht, in ihrem Apartment in Südlondon vor Wochen sich doch noch bereit findet, »The Iron Lady« in einer Privataufführung anzuschauen, bricht sie erst in Tränen und dann in Dankbarkeit aus. Beides zeigt den weiten Weg, den die Eiserne Lady seit ihrem Rücktritt als erste Regierungschefin eines westlichen Landes zurückgelegt hat. Tränen und Dankbarkeit behält sich die ewige Oberlehrerin in ihrer Amtszeit (1979 - 1990) für Vorgänge wie den britischen Sieg über Argentiniens Invasion auf den Falklands oder die Niederschlagung des Bergarbeiterstreiks vor. Niemand braucht sich zu wundern, dass Margaret Thatcher, Premier von den Konservativen, Duzfreundin Reagans und Pinochets, jene Politikerin, die für Armutsziffern und Arbeitslosenzahlen wie seit der Weltwirtschaftskrise nicht mehr sorgt, »der einzige Mann im Kabinett« genannt wird.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: