Charlotte Noblet 16.02.2012 / Kino und Film

Smera: Zeltlager außerhalb der Welt, mitten in der Wüste

Soll sie lieber im Flüchtlingslager mitten in der Wüste bei ihrer gehbehinderten Schwester bleiben oder wieder nach Spanien zu ihren Freunden fahren? Die Frage beschäftigt Fatimetu, als sie nach 16 Jahren, kurz nach dem Tod ihrer Mutter, in das Camp zurückkehrt, in dem sie zur Welt gekommen ist.

Fatimetu (Nadhira Mohamed, r.) bei ihrer Schwester Hayat (Memona Mohamed, l.) im Camp Smera.
Fatimetu (Nadhira Mohamed) gehört zu den Kindern, die in einem sahrauischen Camp in Westalgerien aufwachsen und nach Spanien zur Gastfamilien geschickt werden. Durch ihre Augen entdeckt der Zuschauer den Alltag im Zeltlager Smera. In der „Hauptstadt" der sahrauischen Flüchtlingslager warten Familien seit mehr als 30 Jahren auf die Rückkehr in ihre Heimat und leben seit Generationen im Provisorium. Ein Kühlschrank als PerspektivFatimetu erinnert sich schnell an das Zusammenleben im Lager: „Wie geht's der Gesundheit? Und der Familie?" als Begrüßung, beten und Tee trinken. Die Kinder gehen zur Schule, die Frauen sorgen für den Haushalt und sonst, wer ein Auto hat, kann arbeiten bzw. bei der Versorgung helfen. Das macht auch Fatimetu nach einer Zeit: Sie transportiert „wie ein Mann" Waren und Menschen von einem Zeltlager zu einem anderen, mit Hilfe ihrer Schwester Hayat, der die Pisten in der Wüste bekannt sind.Die Lager sind gut organisiert: Die Kinder gehen zur Schule, es gibt eine Klinik und sogar Telefonempfang.

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