Das Geschäft läuft nicht gut, der Boss bescheißt. In Sachen Gesundheit steht es auch nciht zum Besten, der Doktor will operieren. Dazu sagt Yousef aber kein Wort, zeigt kein Gefühl. Er nimmt alles im Kauf. Seine Frau ist ihm auch weggelaufen und sein Sohn schwänzt die Schule anstatt lesen lernen. Auch das wird mit Schweigen bedacht - und geraucht.
Dank sehr schön komponierten Bildern beobachtet der Zuschauer die Hauptfigur in ihrem Alltag. Yousef (Ali Suliman) trägt das Unausgesprochene immer weiter, egal ob es um die Beziehungen zwischen Männer und Frauen, um das Verhältnis Vater und Sohn oder um das Nebeneinanderleben von Armen und Reichen geht. Yousef selbst wirkt langsam als einfacher Betrachter seines Lebens. Seine Umgebung nimmt er auch nicht mehr wahr: Radio und Fernsehen informieren über die Ereignisse des „arabischen Frühlings", Yousef schaltet beides einfach ab. Irgendwann stellt man sich die Frage: Lebt der Yousef noch?
Mit seinem Spielfilm „Al Juma Al Akheira" (The Last Friday) hinterfragt der Regisseur Yahya Alabdallah die jordanische Gesellschaft: Ist ein Mann, der sein wirtschaftliches Kapital verspielt hat, kein Mann mehr? Auch kein Vater mehr?
Der Film vermittelt kein Mitleid für Yousef, sondern zeigt auf seine Situation. Yousefs Resignation nervt auch nicht, der Zuschauer wird eher dazueingeladen, den Mann zu verstehen. Eine Frage bleibt allerdings offen und zwar: Inwieweit ist Yousefs Nachlässigkeit für seine Einsamkeit verantwortlich?
Vom 9. bis 19. Februar war in Berlin die 62. Berlinale zu erleben. Bis zum 19. Februar wurden rund 400 Werke aus aller Welt gezeigt. Im Wettbewerb der Berlinale konkurrierten acht Filme um den Goldenen und mehrere Silberne Bären. Filmquiz ist beendet, wir haben die Rätsel aufgelöst. Mehr
Von dem Supergipfel, der ursprünglich als gemeinsames NATO- und G8-Treffen in Chicago geplant war, nahm die US-Regierung schnell wieder Abstand.
Die Proteste wären wohl aus dem Ruder gelaufen. An diesem Wochenende tagen die Vertreter der G8-Länder in einer militärisch abgeschirmten Sperrzone in Camp David in der Nähe der US-Hauptstadt. Die NATO-Strategen halten dagegen Chicago in Atem. Von dort berichtet Max Böhnel über die internationale Gegenkonferenz namens „NATO Free Future“, zu der auch Vertreter der deutschen Friedensbewegung anreisen. Am Sonntag soll als Höhepunkt gegen den Willen von Stadtverwaltung und Polizei eine Grossdemonstration gegen das Militärbündnis stattfinden.
Blog von Marcus Meier: Welche Chancen erwachsen aus technischen Innovationen - für eine soziale und umweltfreundliche Gesellschaft, für mehr Demokratie, für ein rationaleres Wirtschaftssystem? Wo verhindern kapitalistische Mechanismen den technischen Fortschritt oder den fortschrittlichen Technikgebrauch? Wie, wo und warum generiert der Kapitalismus schlicht Fortschrott? Das sind die Fragen, die das neue nd-Weblog "Linke und Technik..! Fortschritt, Fortschrott und die Folgen " beantworten will. Autor Marcus Meier ist übrigens beides: Technikfreund und Technikskeptiker.
Hausblog: Aus dem nd über das nd: In unserem Hausblog halten wir Sie über alles berichtenswerte aus Redaktion und Verlag auf dem Laufenden.

Marcus Meier ist Journalist und arbeitet zu den Themen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Für das nd schreibt er seit Oktober 2009 regelmäßig – und meist zu NRW-Themen. Meier betreibt Das SPRUSKO-Prinzip, ein Weblog »zur Kritik des Ramsch-Kapitalismus«. Er lebt und arbeitet in Bochum. Seine Webseite: www.marcusmeier.de.

Max Böhnel lebt seit dreizehn Jahren in der Nähe von New York und berichtet als freier Journalist für deutschsprachige Radiosender, Print- und Internetmedien, unter anderem auch für nd.
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