21.02.2012
Tagesglosse

Unten links

Eine große Ehre sei es für ihn, so Walter Riester, mit dem Begriff der Riester-Rente in die Geschichte eingegangen zu sein. Klar, Maschmeyer-Rente hätte auch doof geklungen - selbst wenn es der Wahrheit vermutlich näher gekommen wäre und sich das mit dem Namen des Ex-SPD-Arbeitsministers geadelte Instrument der Altersvorsorge als ziemlicher Flopp erwies. Dennoch: Noch Jahrzehnte wird geriestert, und allein derlei Beharrungsvermögen über die politische Laufbahn hinaus zählt. Das wird sich auch der wegen seiner allzu großen Nähe zu den Reichen und Schönen in die Wüste geschickte Bundespräsident irgendwann einmal sagen. Schließlich bleibt er uns auch im Exil in Großburgwedel mit dem schönen neuen Wort wulffen für immer irgendwie erhalten. Sein designierter Nachfolger muss sich um solcherart Unsterblichkeit keine Sorgen machen. Das Gaucken hat seine Spuren quer durch den Osten gezogen. Und dagegen sind Riestern und Wulffen echte Kleinigkeiten. oer