Da freut man sich über den Abgang des einen - endlich ist man erlöst vom ewigen Lächeln der holden, in der Geschichte der Bundesrepublik jüngsten First Lady, das der vielfach geplagte Bürger schon als Beleidigung empfand. Und endlich bekommt man nicht mehr täglich auf der Mattscheibe oder in den Illustrierten die aufgespritzten Lippen einer Unternehmergattin zu sehen. Sie selbst dürfte am glücklichsten darüber sein, dass es nunmehr keinen triftigen Grund gibt, das schreckliche Foto zu publizieren, auf dem sie wie ein Honigkuchenpferd glänzt. Man hoffte auch, fortan von der Pein täglichen Anblicks sinnentleerter Mimik deutscher Manager und Präsidentenfreunde befreit zu sein. Ein Irrtum: Der Zumutungen ist kein Ende. Nein, nicht die wilde Ehe des Designierten irritiert. Was schert Protestanten und Heiden katholisches Dogma. Neue Bedrängnis droht dem Bürger durch die moralinsauren Attitüden des Kirchenmannes, der sich schon jetzt als Inkarnation des Göttlichen dünkt. ves
Aktuelle Ausgabe: 25.05.2012
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