Uwe Kalbe 28.02.2012 / Inland

Ansprüche auf dem Papier reichen nicht

Heiko Kauffmann vermisst reale Anstrengungen der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention

Das Vorstandsmitglied von Pro Asyl engagiert sich seit Jahren für die Rechte von Flüchtlingskindern.

nd: Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat gestern in Genf das Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention unterzeichnet. Was soll damit erreicht werden?
Kauffmann: Das Protokoll ermöglicht, allerdings erst, wenn es von zehn Staaten unterzeichnet wurde, ein individuelles Klagerecht von Kindern und ihren gesetzlichen Vertretern. Allerdings wäre es besser, wenn Klagen nicht notwendig würden. Für minderjährige Flüchtlinge in Deutschland ist ein erhebliches Defizit festzustellen, was die Umsetzung der Konvention betrifft.

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