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Alexander Ludewig
29.02.2012
Einwurf

Oberflächlich

Viel wurde in letzter Zeit über Fans und das Gewaltproblem im Fußball diskutiert. Lobend wurde dabei von fast allen Seiten der Rückgang fremdenfeindlicher und antisemitischer Tendenzen erwähnt. Spätestens seit Sonntag wissen wir, dass der alltägliche Rassismus wie in der Gesellschaft so auch im Fußball immer noch seinen Platz hat. Itay Shechter, israelischer Stürmer beim Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern, wurde von einigen Fans beim Training mit rechtsradikalen Parolen beschimpft - inklusive Hitlergruß.

Die Bestürzung darüber ist zurecht groß. Die Entschuldigungen beim 25-Jährigen vonseiten des Vereins und der Fanvertretung wahrscheinlich ebenso ehrlich gemeint wie die Ächtung des Vorfalls. Dringend notwendig ist die Aufklärung. Die Polizei geht, nach dem Aufruf des Klubs, dass sich Zeugen melden und Fernsehsender ihre Bilder zur Verfügung stellen sollten, ersten Hinweisen nach.

Die Mitteilung von Klubsprecher Christian Gruber - es handele sich lediglich um fünf bis zehn einschlägig vorbestrafte, bereits mit Stadionverbot belegte Personen - greift jedoch viel zu kurz. Weil nur wenige ihre Gesinnung offen demonstrieren, bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass derart dummes Gedankengut nicht viel weiter verbreitet ist.

Die Fanszene wird immer mehr von geschlossenen Gruppierungen wie den Ultras dominiert, die sich oft bewusst unpolitisch geben. Aufgenommen wird, wer den Verein liebt und alles für ihn zu geben bereit ist. Politische Einstellungen spielen keine Rolle und werden nicht hinterfragt. So ist die Feststellung des Rückgangs von Rassismus im Stadion leider nur allzu oberflächlich.


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