05.03.2012

Tausende demonstrieren gegen Solar-Kürzung

Mehrere tausend Menschen aus ganz Deutschland haben am Montag in Berlin gegen Einschnitte bei der Solarförderung demonstriert. Branchenverbände und Gewerkschaften kritisieren vor allem die geplanten Kürzungen für Dachanlagen von 20 bis 30 Prozent.
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Eine Branche auf den Barrikaden
Berlin (dpa/nd-Odoj). Knapp 11 000 Beschäftigte der Solarindustrie demonstrierten am Montag lautstark vor dem Brandenburger Tor gegen die von der Regierung kurzfristig beschlossenen Einschnitte bei der Solarstromförderung. »Absolute Planlosigkeit« und eine »Gefahr für die gesamte Energiewende«, lauten die Vorwürfe vom Bundesverband für Solarwirtschaft, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und der IG Metall sowie zahlreiche Oppositionspolitiker, unter ihnen LINKE Fraktionschef Gregor Gysi. Sie forderten vor allem von den CDU geführten ostdeutschen Landesregierungen sich über den Bundesrat für einen Stopp des Vorhabens einzusetzen.
Ab April soll die Förderung kleinerer Solaranlagen um 20 Prozent, bei größeren Anlagen sogar um 30 Prozent sowie eine zusätzliche monatliche Kürzung um 0,15 Cent pro Kilowattstunde eingeführt werden. Die Branche befürchtet einen Markteinbruch von bis zu 75 Prozent und den Verlust Zehntausender Arbeitsplätze.