Krieg, Waffenlieferungen, Ausbeutung Fluchthelfer sind nicht das Problem.
Linker Journalismus gegen (geistige) Brandstifter.
Jetzt das »nd« unterstützen!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
08.03.2012

Babyboom im Bundestag

ee1f9f900b96fcf382cf045f07aae96b.jpg
Katja Kipping, 34 Jahre,stellvertretende Vorsitzende der Partei DIE LINKE, sozialpolitische Sprecherin und seit kurzem Mutter.

In dieser Woche läuft der Härtetest für unsere Tochter und mich: Zum ersten Mal, seit sie im November geboren wurde, nehme ich an einer Sitzungswoche im Bundestag teil. Ein Vierteljahr habe ich mich aus der Politik zurückgezogen, um die Zeit mit der Kleinen zu genießen. Ich hätte das gern noch verlängert, aber als Abgeordnete habe ich kein Recht auf ein Babyjahr.

Nun muss die Arbeit völlig neu organisiert werden. Früher hatten meine Arbeitswochen oft 70 Stunden. Jetzt versuche ich, weniger Termine anzunehmen; Sitzungen unterbreche ich regelmäßig durch Pausen fürs Stillen. Ohnehin hängt die Qualität von Politik ja nicht von Nonstop-Sitzungen ab. Im Parteivorstand lief das vorige Woche gut: Ich konnte trotz der Pausen gut mitdenken und -reden. Nur zum Lesen von E-Mails bleibt viel weniger Zeit. Im Zug lese ich meiner Tochter statt dessen Drucksachen vor - zur Beruhigung.

Unser Anspruch als Eltern ist, die Erziehungsarbeit zu teilen. Ob wir das schaffen? Mein Mann arbeitet als Wissenschaftler in einem Bereich, in dem prekäre Verhältnisse allgegenwärtig sind. Wenn er arbeiten muss, nehme ich die Kleine in den Bundestag mit. Dort gibt es jetzt sogar Stillzimmer - in den früheren Raucherräumen. Die Verwaltung stellt sich langsam auf Babys ein; eine Fraktionskollegin musste noch dafür kämpfen, dass sie mit ihrem kranken Kind zu Hause bleiben durfte.

Ob wir später einen Krippenplatz bekommen, weiß ich nicht. In der Kita des Bundestages werden vor allem Kinder von Mitarbeitern aufgenommen. Und da gibt es gerade einen Babyboom.

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken