Von Jürgen Holz
12.03.2012

Eisbären zum siebenten Mal Vorrundenbester

Titelverteidiger besiegt Straubing und Köln

Die Eisbären Berlin haben das erste Saisonziel erreicht: Nach Abschluss der 52 Vorrundenspiele gehen die Berliner als Tabellenerster in die am 21. März beginnenden Viertelfinal-Play-offs. Sie haben damit auf dem Weg zum sechsten deutschen Meistertitel in allen Play-off-Runden einen Heimvorteil mehr als der Gegner.

Eisbären-Trainer Don Jackson war sichtlich entspannt nach dem 6:3-Heimerfolg im vorletzten Vorrundenspiel gegen Straubing. »Wir wollen Vorrundenerster werden. Und es ist gut, dass wir das selbst in der Hand haben«, meinte er.

Nötig dafür war ein Sieg gegen die Straubing Tigers, die zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte die Play-offs erreichten, nachdem sie bislang nie über Rang 12 hinausgekommen waren. In der beinharten Auseinandersetzung bewahrten die Eisbären kühlen Kopf. Sie nutzten die Strafenflut der Bayern (insgesamt 71 Strafminuten) zur 3:0-Führung (26.) und ließen sich auch nicht aus dem Konzept bringen, als der Gegner überraschend auf 2:3 verkürzte.

Verteidiger Jens Baxmann, der in der turbulenten Phase mit seinem Treffer zum 4:2 (34.) die Vorentscheidung einleitete, strahlte hinterher: »Dieser Sieg gibt uns viel Selbstvertrauen für die Play-offs. Wir haben gezeigt, dass wir gegen einen überhart spielenden Gegner hart gegenhalten können. Nun wollen wir im letzten Vorrundenspiel gegen Köln den Sack zumachen. Das wird nicht leicht.«

Leicht schon deswegen nicht, weil der Titelanwärter am Sonntag mit einem Rumpfteam auf dem heimischen Eis stand. Neben den Langzeitverletzten Stefan Ustorf, Denis Person, Dominik Bielke und Constantin Braun fiel auch Tyson Mulock aus, der sich gegen Straubing eine Oberschenkelprellung zugezogen hatte. Zu allem Überfluss war auch Stürmer André Rankel nach drei Disziplinarstrafen gesperrt, weil er sich gegen Straubing eine unnötige Disziplinarstrafe einhandelte.

Mit Leidenschaft und Glück kamen die Berliner gegen die zuletzt fünfmal in Serie siegreichen Kölner Haie zum 4:3-Erfolg nach Penaltyschießen. Gefeierter Schütze war das Eisbären-Urgestein, der 36-jährige Sven Felski. Damit wurden die Eisbären zum siebenten Mal in der DEL-Geschichte Vorrundenbester. Der Gegner im Viertelfinale steht für sie aber noch nicht fest. Denn während die ersten sechs direkt qualifiziert sind, spielen der Siebente bis Zehnte ab Mittwoch in Pre-Play-offs um die noch zwei freien Plätze. Und der Achte trifft dann auf den Besten, die Eisbären, im Modus »Best oft seven«.

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