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Andreas Heinz
22.03.2012

Wo der Biber gerne nagt

NABU eröffnete Naturlehrpfad am Rummelsburger See in Lichtenberg

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Viel Natur und Idylle bietet die Rummelsburger Bucht.

Gräser wuchern, Äste verrotten auf dem Boden, dazwischen Röhricht. Der Wildwuchs wird durch einen Zaun geschützt, absichtlich wird die Natur in Ruhe gelassen. Deshalb fühlen sich auch viele Tierarten hier am Lichtenberger Ufer des Rummelsburger Sees besonders wohl und heimisch. Mitglieder des Naturschutzbundes NABU aus Lichtenberg und dem angrenzenden Ortsteil Friedrichshain sorgten dafür, dass die Uferregion renaturiert wurde. Der Zustand des Biotops war besorgniserregend. Nun wurde dort ein Naturlehrpfad angelegt.

»Der Rummelsburger See gehört zu den am meisten kontaminierten Gewässern Berlins«, so Jan G. Heyen vom Berliner BUND. Deshalb sei es gerade hier wichtig, die Uferbewachsung zu schützen. »Wir haben allein 30 000 neue Schilfpflanzen gesetzt, um das Ufergebiet möglichst naturnah zu erhalten«, so Heyen. Deshalb werde kaum in die Natur eingegriffen, so können Gräser auch so groß werden, wie sie wollen. Das erfuhren auch ordnungsliebende Bürger, die besorgt anfragten, wann denn endlich der Rasen gestutzt werde. »Überhaupt nicht«, so die Antwort der Naturschützer. »Der wilde Wuchs ist Absicht. Weniger gepflegt ist besser.«

Vor zwei Jahren entstand dann der Plan, in Höhe der Emma-Ihrer-Straße einen Naturlehrpfad anzulegen. Auf einer Länge von rund 500 Meter wird den Spaziergängern auf sechs Schautafeln erläutert, was hier alles wächst und lebt. In Relikten eines Auwaldes mit Weiden und Erlen nagt der Biber wieder gerne. Alte Eichen und junge Ulmen bieten in diesem Biotop Platz für viele Vögel. Dazu Bruchwald, Trockenrasen und Feuchtwiesen. »In dieser Uferregion brüten inzwischen über 30 Vogelarten«, zählt NABU-Mann Heyen auf. Heimisch sind am Lichtenberger Ufer zum Beispiel Rohrammer und Teichrohrsänger. Selbst die Nachtigall ist hier zu hören. Sie wird allerdings erst Ende April/Anfang Mai aus Afrika erwartet.

Lerchen werden in diesem Biotop nicht zu hören sein. »Hier irrte Shakespeare«, meinte NABU-Mitarbeiterin Diana Gevers. »Die beiden Arten treffen nicht zusammen. Die Nachtigall mag's eher unordentlich und brütet im Gebüsch, während die Lerche den Boden bevorzugt - beispielsweise das Tempelhofer Feld.«

Etwa 60 Vogelarten legen an der Rummelsburger Bucht als Gäste gerne einen Zwischenstopp ein. So kommt der Sterntaucher aus Tundra und Taiga angereist Auch Königslibellen und viele Amphibienarten sind zu sehen. »Wir wollen die Vielfalt erhalten«, so Jan G. Heyen.

Zur Freude von Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Andreas Geisel (SPD) wurde der Lehrpfad aus dem Kiezfonds finanziert..«Dieser Fonds gehört zum Bürgerhaushalt«, erklärte Geisel. Über die Verwendung bestimmen die Bürger in einem Beirat.

Infos: www.nabu-berlin.de

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