Ines Wallrodt 24.03.2012 / Titel

Nachmieter eingezogen

Mit seiner ersten wichtigen Rede vermeidet Gauck anzuecken und rettet sich in Beliebigkeit

Joachim Gauck wurde am Freitag vereidigt. In seiner Antrittsrede antwortete der neue Bundespräsident seinen Kritikern. Doch sein politisches Programm bleibt unbestimmt.

Am Morgen ging es lustig zu bei der feierlichen Vereidigung des Bundespräsidenten. Da haben Bundestagspräsident Norbert Lammert und Bundesratschef Horst Seehofer das Wort, es gibt Gekicher im Saal, sogar Joachim Gauck lacht einmal herzhaft mit. Seine eigene Rede wird weniger spaßig, eher pastoral belehrend. Gerade hat der erste Bundespräsident, der nicht aus dem Westen kommt, wie Lammert betonte, den Amtseid mit der Formel beendet »So wahr mir Gott helfe«, ernst und bedächtig spricht er vor den Versammelten. Nur wenn er pathetisch wird, hebt sich die Stimme des früheren evangelischen Pastors, so wenn er Rechtsextremisten droht: »Euer Hass ist unser Ansporn. Wir lassen unser Land nicht im Stich. Ihr werdet Vergangenheit sein und unsere Demokratie wird leben.«

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