Alfred Hackensberger, Tripolis 02.04.2012 / Ausland

Übergangsrat bleibt ein zahnloser Tiger

Stammeskämpfe in Libyen vorläufig eingestellt / Milizenmacht aber ungebrochen

Nach den blutigen Stammeskämpfen im Süden Libyens mit über 100 Toten haben die Konfliktparteien eine Waffenruhe vereinbart. Die Regierung teilte am Samstag mit, die an den Gefechten bei der Stadt Sabha beteiligte Stämme hätten eine entsprechende Vereinbarung getroffen.

Der Waffenstillstand wurde am Sonnabend von Regierungschef Abdel Rahim al-Kib verkündet. Die libysche Regierung in Tripolis hatte in der vergangenen Woche mehrfach interveniert. Nun scheinen in Sabha, das etwa 700 Kilometer südlich der Hauptstadt entfernt liegt, die Waffen tatsächlich zu schweigen. Zu Streitigkeiten war es zwischen Stämmen gekommen, die in der Ära nach Muammar Gaddafi ihre Machtpfründe neu sortieren. In Kufra, einem noch weiter im Südosten gelegen Stadt, hatte es im letzten Monat ebenfalls Stammeskämpfe gegeben. Beide Städte liegen auf Schmugglerrouten, auf denen Zigaretten, Drogen, Alkohol und Waffen transportiert werden. Entsprechend groß ist der Profit, von dem jeder ein möglichst großes Stück abhaben will. Sowohl in Sabha als auch in Kufra intervenierten Einheiten der im Aufbau befindlichen neuen Armee. Ein absolutes Novum, denn in Libyen bestimmen normalerweise Stammesmilizen.

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