02.04.2012

Opelaner fordern Lösung

Belegschaft fordert Öffnung für den Weltmarkt

Bochum (dpa/nd). Die Opel-Belegschaft in Bochum dringt auf eine Lösung für die Krise. Betriebsrat und Beschäftigte warfen am Sonnabend dem Management von Opel und der Konzernmutter General Motors (GM) Versagen vor. Auch auf der Belegschaftsversammlung in Bochum seien keine Lösungsmöglichkeiten vorgestellt worden, sagte der Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel. Er erwartet erste Gespräche in den nächsten Tagen. Werksschließungen wie von GM in Erwägung gezogen seien keine Lösung, sagte Einenkel. Dadurch würde das ganze europäische Unternehmen bedroht. Der Betriebsrat fordert von GM Gelder, um der Tochter neue Märkte zu erschließen. Allein für den schwächelnden europäischen Markt zu produzieren, sei zu wenig. Nur mit einer Öffnung der Märkte sei es möglich, die Überkapazitäten abzubauen, die GM mit 30 Prozent beziffere. Außerdem sollte GM Chevrolet-Fahrzeuge für den europäischen Markt auch in Europa produzieren lassen.

Ein Konzept zum »Gesundschrumpfen« lehnen Betriebsrat, IG Metall und Beschäftigte ab, wie auch weitere Zugeständnisse. Bis 2014 würden die Beschäftigten der europäischen Werke schon jährlich rund 250 Millionen Euro an Sanierungskosten beisteuern. Die Einkommen lägen bereits unter Tarif.

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