Klaus Peters, dpa 02.04.2012 / Berlin / Brandenburg

»So kriegen sie den Kiez kaputt«

Streit um die Öffnungszeiten der Spät-Kioske in Prenzlauer Berg

Immer wieder sonntags stehen die Menschen im Berliner Kiez Prenzlauer Berg vor verschlossen Ladentüren, wenn sie schnell was einkaufen wollen. Ein Anwohner hat mehr als 60 Kioske angezeigt, nun müssen die »Spätis« am Sonntag die Rollläden früher runterlassen.

Kioskbesitzer Matthias Liebe ist immer noch etwas fassungslos, denn für ihn geht es um seine Existenz. »Sonntag ist ein wichtiger Umsatztag, ohne den geht es nicht«, sagt der 45-Jährige, der am Szene- und Touristentreffpunkt Kollwitzplatz in Prenzlauer Berg den Kiosk »Kollwitz 66« betreibt. Doch nachdem ein Anwohner seinen und mehr als 60 andere Kioske wegen Verstößen gegen das Ladenöffnungsgesetz beim Bezirksamt angezeigt hat, können Liebe und die anderen Kioskbetreiber ab Sonntagnachmittag nur noch eingeschränkt verkaufen und schließen sicherheitshalber spätestens um 20 Uhr – sonst drohen Geldbußen bis 2500 Euro oder gar die Schließung des Geschäfts. Werktags sind die Berliner Gesetze liberal: Die Kioske dürfen rund um die Uhr offenhalten und Lebensmittel, Tabak und Bier verkaufen.

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