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Von Burkhard Fraune, dpa
12.04.2012

Mit Yucca-Palmen und Schleppern

Umzug zum Hauptstadtflughafen BER mit 2800 Lastwagenfahrten

Mit Schränken und Yucca-Palmen geht es los, als letzte kommen die 60 Tonnen schweren Flugzeugschlepper auf die Reise zum neuen Hauptstadtflughafen: In diesen Tagen beginnt eines der größten Umzugsvorhaben der jüngeren Berliner Geschichte. Zwei Flughäfen - Tegel und Schönefeld - schließen in wenigen Wochen und alles, was dafür notwendig ist, muss zum neuen Flughafen, dem drittgrößten Deutschlands. Denn der geht schon am Tag darauf in Betrieb.

Bis am Morgen des 3. Juni zwei Flugzeuge von Lufthansa und Air Berlin als erste in die neue Berliner Luftfahrt-Ära abheben, sind 2800 Lastwagenfahrten und zahlreiche Umzugsfirmen zu koordinieren. Alle Fäden laufen laut Betreiber zusammen in einem Großraumbüro im gläsernen Südflügel des neuen Flughafens.

Umgeben von Lageplänen steuern dort in der Leitstelle derzeit zehn Fachleute das Riesenprojekt, bestimmen Abstellplätze und weisen Helfern Zeitfenster zu. Und sie erwarten gespannt die »Nacht der Nächte« vom 2. auf den 3. Juni. Denn zum neuen Airport gebracht wird jetzt nur, was nicht unbedingt für den Betrieb der alten Flughäfen nötig ist. Alles andere - 600 Lastwagenladungen - muss binnen einer Nacht nach Schönefeld.

»Es ist das erste Mal, dass zwei Flughäfen über Nacht an einem neuen Standort fusionieren«, sagt Flughafensprecher Leif Erichsen. Man habe sich dagegen entschieden, den neuen und die alten Flughäfen zunächst parallel laufen zu lassen - das hätte die Gefahr erhöht, dass etwas schiefgeht.

Dieses Risiko ist ohnehin recht groß. Welche Blamagen möglich sind, zeigte sich 2008 in London-Heathrow. Als dort das hochmoderne neue Terminal öffnete, versagte die Gepäckanlage und stürzte den Airport tagelang ins Chaos. Die Anlage war vorab nur mit leeren Koffern getestet worden - bei voller Last brach das System zusammen. Und weil Parkplatzkarten versagten, waren Mitarbeiter nicht rechtzeitig dort. »Wir haben uns ganz genau angesehen, was dort passiert ist«, sagt Erichsen. Klar sei aber auch in Berlin: »Irgendwas wird schiefgehen. Unser Ziel ist es, die Unwägbarkeiten zu minimieren.«

Bei der Planung helfen Leute, die sich mit Umzügen auskennen: Sie kommen aus München. Mit dem Umzug von Riem zum neuen Franz-Josef-Strauß-Flughafen im Erdinger Moos in einer Nacht haben sie 1992 Geschichte geschrieben. Die Münchner wurden gefragte Ratgeber, sei es in Bangkok, Kuala Lumpur oder Delhi. »Ein Flughafen ist wie eine kleine Stadt«, heißt es bei den Planern. Soweit möglich, soll der Umzug entzerrt werden.

Insgesamt müssen die Helfer Güter mit einem Volumen von 55 000 Kubikmetern transportieren - mehr als der Bundestag 1999 von Bonn nach Berlin mitbrachte.

Die Fluggesellschaft Air Berlin zum Beispiel fängt Anfang Mai mit ihrem Umzug an. Möglichst viele Gegenstände sollen vor dem 18. Mai von Tegel nach Schönefeld gebracht werden, sagt Sprecherin Claudia Löffler. Denn an diesem Tag werde der Flughafen sicherheitstechnisch »scharf geschaltet« - alle Sicherheitskontrollen werden dann so vorgenommen, als wäre der Airport schon in Betrieb.

Der Großteil der Umzugsmasse kommt aus dem 35 Kilometer entfernten Tegel. Die Berliner Stadtautobahn wird nach Süden für mehrere Stunden gesperrt, wenn sich der Konvoi aus Schleppern, Gepäckkarren, Bussen und Tiefladern auf den Weg macht. Flugzeuge müsse nicht rüberfliegen: Die letzten Landungen des 2. Juni sind schon nach Schönefeld verlegt.

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