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Von Andreas Fritsche
14.04.2012

»nd«-Leser in der »Havelbaude«

Frühjahrswanderung führt nächste Woche nach Hohen Neuendorf

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Mit Marina vor der Tür – die »Havelbaude«

Auf und zu geht die Tür, auf und zu. Festlich gekleidete Gäste betreten das Hohen Neuendorfer Restaurant »Havelbaude«. Sie möchten offensichtlich zu einer Familienfeier. Ein älteres Pärchen traf zuerst ein und nahm schon einmal gemütlich Platz.

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Am 22. April ab 10 Uhr dient das weitläufige Gelände der »Havelbaude« an der Goethestraße 41b als Ziel der »nd«-Leserwanderung. Gestartet wird von 8 bis 11 Uhr am S-Bahnhof Hennigsdorf. Zur Auswahl stehen eine acht und eine 14 Kilometer lange Strecke.

Die Anfänge der »Havelbaude« reichen bis ins Jahr 1925 zurück. Damals am 21. Juni eröffneten der Bootsbauer Albert Beyer und seine Frau Friedel eine Ausflugsgaststätte in einem kleinen Holzhaus. Bis zu 3000 Gäste setzten sich seinerzeit auf die Terrasse mit Blick auf die Havel. Friedel kochte und Albert vermietete Liegeplätze für Sportboote. Außerdem gehörte der Familie eine kleine Werft, auf der Boote gebaut und repariert wurden. Die Beyers erweiterten den Komplex schrittweise. Doch mit dem Zweiten Weltkrieg begann der Niedergang.

Erst 1991 konnten Beyers Tochter Ruth und die Enkelin Maria die »Havelbaude« wiederbeleben. Um eine Bootswerft und einen kleinen Hafen kümmerten sich die Urenkel Alexander und Oliver Lorentz, Andreas Hahn und Marcel Hofer. Marcel Hofer betreibt heute auch das Restaurant, gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Clemens Gast.

Leiterin ist die erst 25-jährige Caroline Bäker, die ursprünglich aus der Prignitz stammt. Die Belegschaft bestehe »komplett« aus jungen Leuten, erzählt Bäker. Der Küchenchef sei beispielsweise auch gerade einmal 26 Jahre alt. Es gehe dem Kollektiv darum, »immer neuen Schwung reinzubringen«. Die »Havelbaude« präsentiert sich als Ereignisrestaurant. So erhalten viele Nachwuchsbands die Gelegenheit zum Auftritt, jeden zweiten Sonntag ist von 9 bis 14 Uhr Flohmarkt und früher gab es auch mal Freilichtkino. Draußen können bis zu 1500 Gäste gleichzeitig bewirtet werden, drin reicht der Platz - wenn getanzt wird - für 100 Personen, ansonsten sogar für 120. Die Speisekarte offeriert beispielsweise gegrilltes Lachsfilet mit buntem Schmorgemüse und Kartoffelkroketten für 13,90 Euro oder Schweinemedaillons mit Pfefferkruste an Speckbohnen und Bratkartoffeln für 16,90 Euro. Für die »nd«-Wanderer gibt es dann am 22. April die bewährte Erbsensuppe, außerdem Blechkuchen, Kaffee und Eis. Es soll außerdem ein kleiner Bierwagen aufgestellt werden, damit sich am Ausschank keine langen Schlangen bilden.

Die »Havelbaude« ist behaglich eingerichtet. Von der Decke hängt ein historisches Holzboot, am Eingang steht eine alte Wäschemangel. Auch ein Buffet muss zu den Antiquitäten gerechnet werden. Seit Ostern ist wieder täglich geöffnet. Die Mitarbeiter haben offensichtlich alle Hände voll zu tun. »Wir suchen noch Aushilfen«, verrät ein Schild.

Restaurant »Havelbaude«, Goe-thestraße 41b in Hohen Neuendorf, Tel.: (03303) 40 30 05, havelbaude.de

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