Andreas Knobloch 18.04.2012 / Wirtschaft und Umwelt

Argentinien enteignet Ölkonzern YPF

Spanischer Konzern Repsol verliert Mehrheitsanteil / Diplomatische Verstimmung in Madrid

Die argentinische Regierung möchte mit einer spektakulären Enteignung die Ölförderung vorantreiben - und bringt damit das finanziell angeschlagene Spanien gegen sich auf.

Nun ist es offiziell: Argentinien will den größten Ölkonzern im Lande teilweise verstaatlichen. Am Montagnachmittag legte die Regierung einen Gesetzentwurf vor, nach dem 51 Prozent der Anteile von YPF enteignet werden; bislang gehören dem spanischen Erdölriesen Repsol 57,4 Prozent. In einer Erklärung, die bei einem Treffen von Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner mit ihren Ministern und Gouverneuren verlesen wurde, wird YPF zum »öffentlichen Versorgungsunternehmen« erklärt. Die verstaatlichten Anteile sollen zwischen der Zentralregierung und den erdölfördernden Provinzen aufgeteilt werden. Es handele sich um »eine Politik der Wiederherstellung von Souveränität«, heißt es in der Erklärung Kirchners. Im vergangenen Jahr habe Argentinien erstmals seit 17 Jahren Gas und Öl importieren müssen. Außerdem weise die Handelsbilanz für 2011 ein Milliardendefizit aus, wofür die Regierung vor allem die mangelnden Investitionen der Privatunternehmen in die Ausbeutung der Lagerstätten verantwortlich macht.

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