Wenn Schlussstriche zur Mode werden ...braucht es linken Journalismus
Deshalb jetzt das »nd« unterstützen!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
Von Jürgen Amendt
20.04.2012

Demokratisch lernen

Bild
Karikatur: Christiane Pfohlmann

Er ist einer der ganz Großen der Pädagogik in Deutschland: Wolfgang Edelstein. Der frühere Direktor am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung wird in diesem Jahr mit dem Theodor-Heuss-Preis ausgezeichnet. Man wolle damit sein »jahrzehntelanges Wirken für das demokratische Lernen an Schulen würdigen«, heißt es zur Begründung.

»Jahrzehntelanges Wirken« bedeutet aber auch: jahrzehntelanges Ankämpfen gegen Windmühlen. Kaum eine der wiederkehrenden Bildungsdebatten der vergangenen Jahre hatte demokratisches Lernen, also die Teilhabe von Schülerinnen und Schülern an und deren Einfluss auf den Lernprozess zum Gegenstand. Es ging (und geht) vorrangig um Leistungsoptimierung. Schon in den zweiten Klassen werden Vergleichstests geschrieben, die weniger zum Ergebnis haben, individuelle Lernprozesse zu ermöglichen als den Wettbewerb innerhalb der Klasse, zwischen den Klassen und den Schulen anzufachen.

Wolfgang Edelsteins Ansatz war stets, das Eigenengagement von Schülern zu fördern. Lernen sollte nicht ein »äußerlicher Prozess« sein, der von Kindern als Zwang empfunden wird, sondern aus dem Kind selbst entstehen. Dafür braucht es Geduld. Es gibt Grundschüler, die zeigen drei Jahre lang keinerlei Interesse an Mathematik und es gibt Lehrer, die sie dennoch nicht zwingen, sich mit dem kleinen und großen Einmaleins zu quälen; Mathe kann man auch noch im Alter von neun Jahren lernen!

Das klappt, es gibt Schulen, in denen das möglich ist. Staatliche Schulen sind es aber nicht, denen eine solche Pädagogik möglich ist. Hier herrscht der Lehrplan, der Feind der Pädagogik, der Feind des demokratischen Lernens.

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken