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21.04.2012

Space Shuttle fliegt ins Museum

Jahrzehntelang das Arbeitspferd der bemannten US-Raumfahrt, erwiesen sich die einst als billige Alternative zu Wegwerfraketen gepriesenen Space Shuttles der USA letztlich als zu gefährlich und zu teuer. Zwei der fünf raumflugtauglichen Shuttles wurden bei Unfällen zerstört. 14 Astronauten waren dabei zu Tode gekommen.

30 Jahre nach dem Erstflug der »Columbia« war 2011 Schluss. Die restlichen Raumfähren landen nun im Museum.

Als erste flog in dieser Woche die »Discovery« von Cape Canaveral in Florida nach Washington, von wo sie in das nahe gelegene Udvar-Hazy-Center, eine Außenstelle des Nationalen Luftfahrtmuseums der USA, gebracht wurde. Die »Discovery« ist die älteste und meistgereiste Raumfähre der Flotte. Im Jahr 1984 machte sie ihren Jungfernflug ins All und hat seitdem zusammengezählt ein ganzes Jahr in der Erdumlaufbahn verbracht. Die »Discovery« trug das bahnbrechende Hubble-Teleskop ins All und dockte als erste US-Raumfähre an die russische Raumstation »Mir« an.

Die »Discovery« ersetzt im Nationalen Luftfahrtmuseum den Shuttle-Prototypen »Enterprise«, der am 23. April an seinen neuen Ausstellungsort New York geflogen werden soll. Auch die Raumfähren »Endeavour« und »Atlantis« kommen ins Museum.

In den kommenden Jahren werden die USA keine eigene Möglichkeit mehr haben, Menschen ins All zu befördern. US-Astronauten müssen vorerst mit russischen »Sojus«-Kapseln zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Erst 2015 soll die Raumkapsel einer privaten US-Firma einsatzbereit sein, die laut Plan Ende des Monats erstmals unbemannt an die ISS andocken soll. dpa/nd

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