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23.04.2012

Berlin Volleys Meister

3:2-Sieg im Krimi gegen Haching

Die BR Volleys sind neuer deutscher Volleyballmeister. Im entscheidenden fünften Finalspiel gewannen die Berliner mit 3:2 in Haching und entschieden die Serie damit ebenso 3:2 für sich. Es ist der vierte Titel für Berlin.

Den ersten Satz hatten die Berliner mit 31:29 für sich entschieden, nachdem sie selbst vier Satzbälle abwehren konnten. Beim Stand von 25:24 hatten die Berliner eigentlich schon den entscheidenden Punkt gesetzt, jedoch sah der Linienrichter einen Block von Paul Carroll fälschlicherweise im Aus. So mussten die BR Volleys in die Verlängerung, doch die Nerven hielten.

In den Sätzen zwei und drei hatte sich Hachings Block dann jedoch endlich auf Berlins Hauptangreifer Carroll eingestellt. Der Australier wurde ein ums andere mal von seinem Zuspieler Kawika Shoji in wichtigen Momenten gesucht, doch das wussten die Hachinger mittlerweile. Hatten die Bayern bei der 0:3-Niederlage in Spiel vier nur zwei Blockpunkte gesammelt, brachten sie die Hauptstädter in eigener Halle nun immer wieder in Verlegenheit. Der zweite Satz ging mit 25:22 an die Gastgeber, und auch der dritte endete mit einem Hachinger Block gegen Carroll. Bester Akteur von Haching war ausgerechnet Denis Kaliberda. Der erst 21-jährige ehemalige Berliner drehte im wichtigen dritten Satz einen 17:20-Rückstand fast im Alleingang zum 25:21.

Da die Berliner unter einer großen Verletzungsmisere leiden, konnte Trainer Mark Lebedew Carroll nicht auswechseln. Er musste vielmehr auf eine Verbesserung seines Landsmannes hoffen. Und die kam. Carroll fand wieder die Lücken und Berlin glich seinerseits mit 25:18 aus. Erstmals in der Finalserie musste der Tiebreak entscheiden.

Der war an Dramatik nicht zu überbieten. Die Zuschauer standen den gesamten Satz hindurch und feuerten beide Mannschaften an. Ständig wechselte die Führung. Erst lag Haching vorn, dann Berlin, schließlich hatte Haching beim 14:12 zwei Matchbälle um die Meisterschaft. Doch die Volleys kamen nochmals zurück. Zwei Blöcke vom Geburtstagskind Scott Touzinsky besiegelten schließlich das 16:14. Die Berliner lagen sich in den Armen, während die Halle verstummte.

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