Hans Canjé 24.04.2012 / Inland

Ein Sieg für Thyssen an der Ruhr

Ehrung einer Widerstandskämpferin in Mülheim verweigert

Die Antifaschistin Martha Hadinsky wurde von den Nazis eingekerkert, in der Bundesrepublik wurde sie als Kommunistin erneut eingesperrt. Nachdem man ihr dann die Anerkennung als NS-Opfer entzog, nahm sie sich am 26. April 1963 das Leben. Ein Antrag von VVN-BdA und Linkspartei in Mülheim an der Ruhr, eine Fritz-Thyssen-Straße in Martha-Hadinsky-Straße umzubenennen, scheiterte.

»Es würde eine nach einem Unterstützer der Nazis benannte Straße aus unserer Stadt verschwinden.« So lautet die zusammengefasste Begründung für den Antrag »Betreff: Umbenennung der Fritz-Thyssen-Straße in Martha-Hadinsky-Straße«, über den die Bezirksvertretung 2 der Stadt Mülheim/Ruhr zu befinden hatte. Eingebracht hatte den Antrag die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) gemeinsam mit dem Vertreter der Linkspartei.

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