Florian Schmid 25.04.2012 / Bewegung

Der Kreuzberger Aufstand

25 Jahre linksradikaler 1. Mai in Berlin – zwischen Ritualisierung und Aufbruch

Die Krawalle am 1. Mai 1987 in Berlin Kreuzberg überraschten Polizei wie linke Szene. Seither hat sie sich als eine der größten linksradikalen Demonstrationen im Jahr etabliert. Eine Diskussion begleitet sie von Anfang an: Sieht so radikaler Protest gegen Kapitalismus aus oder ist die oft in Straßenschlachten endende Demo lediglich selbstbezügliches Szeneritual?

»Es hätte auch Belfast sein können«, hieß es in der Tagesschau am 2. Mai 1987. Berlin hatte in den Jahren zuvor bei Demonstrationen und Häuserräumungen immer wieder eine brachial auftretende Polizei erlebt. Als am 1. Mai 1987 auch zahlreiche friedliche Besucher eines Straßenfestes mit Tränengas beschossen und von prügelnden Polizisten durch die Straßen gejagt wurden, lief das Fass über. In der Nacht brennen in der Oranienstraße Barrikaden, Geschäfte werden geplündert.

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