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Udo Bartsch
28.04.2012

Spekulation und Glück

FAMILIENSPIEL

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Es ist ein Familienspiel, aber eins der etwas anspruchsvolleren Sorte. Es wird vor allem das Herz derjenigen höher schlagen lassen, die sich über umfangreiches Material in der Schachtel freuen: Farbenfrohe Flugzeugminiaturen aus Plaste, Spielgeld, Siegpunkt-Chips und zu allem auch noch jede Menge Spielaktien.

Damit wäre auch schon grob umrissen, worum es hier geht: Die Spieler agieren als Luftfahrtunternehmer. Sie investieren in Fluggesellschaften, vergrößern auf einer europäischen Landkarte deren Liniennetz und profitieren vom Wertzuwachs.

Die Abläufe sind weniger streng und rechnerisch als zu erwarten wäre. Spekulation und Glück bestimmen das Geschehen. Leicht können sich auch andere Spieler ins Unternehmen einklinken und mitprofitieren, ja sogar handstreichartig die Mehrheit übernehmen.

Ein wiederkehrendes Überraschungsmoment ist die Frage, zu welchem Zeitpunkt die Aktien Siegpunkte abwerfen. Drei Wertungskarten werden zu Spielbeginn in den Aktienstapel hineingemischt. Sobald eine dieser Karten auftaucht, erhalten alle Spieler für ihre ausgelegten Papiere eine Dividende.

So stecken die Investoren im stetigen Zwiespalt: Bis zur nächsten Wertung will jeder seine Aktien ausgespielt haben. Doch damit gibt man auch preis, auf welche Farben man setzt - und verliert die Zeit, um die eigenen Unternehmen wertvoller zu machen oder neue Aktien aufzunehmen. »Airlines Europe« ist ein unterhaltsames Wirtschaftsspiel.

»Airlines Europe« von Alan R. Moon, Abacusspiele, für zwei bis fünf Spieler ab 10 Jahre, ca. 35 Euro.

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