Gemeinsam sind wir stark– linker Journalismus ist mir etwas wert!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
04.05.2012

Wie der Rennsteiglauf ins »nd« kam

Chefredakteur hob 1977 die erste Reportage höchstselbst ins Blatt

Hans-Georg Kremer, einer der vier Rennsteiglaufväter, gibt ein »Who is who - Rennsteiglaufbiografien« heraus. Für die Auflage 2010 hatte er Michael Müller (66), einst nd-Redakteur und -Auslandskorrespondent, inzwischen Rentner, freier Autor und 29 Mal Rennsteigläufer, um einen Beitrag gebeten: Wie kam der Rennsteiglauf ins »neue deutschland«?

Der Text ging so:
»Neues Deutschland berichtete doch«

Im Frühjahr 1977 war eine ganze Menge auf mich zugekommen. Zum ersten Mal Vater geworden, Karriereschwung zum Auslandskorrespondenten, Premiere beim Rennsteiglauf. Aber mit Anfang 30 stemmt man einiges. So auch den langen Kanten; ich denke, die 75 Kilometer dauerten mehr als neun Stunden. Wie das gelaufen war, wollte ich dann auch der Leserschaft des »nd« mitteilen. In der Wochenendbeilage vom 4./5. Juni 1977. Obwohl er sonst mit diesem Teil des Blattes kaum befasst war, legte der Sportchef sein Veto ein: »Rennsteiglauf fliegt raus. Im Volkssport gibt's anderer Schwerpunkte.« Gerettet hat meinen Text der ansonsten so nibelungenlinientreue Chefredakteur, damals auch schon im Politbüros des ZK der SED. Er hielt die sportpolitischen Einwände für »kleinkariert«. Zudem war auch sein Thüringer Kurarzt bereits Rennsteigläufer. Nun sogar ein solcher Verrückter in der eigenen Redaktion - und schwupps war ich im Blatt! Allerdings unter einem Pseudonym. Denn auf derselben Zeitungsseite sollte oben zufällig noch eine andere Reportage von mir stehen. Eine über das sibirische Forschungszentrum Akademgorodok. Und zwei Mal derselbe Autor auf einer Seite, das nun ging im damaligen »nd« überhaupt nicht. So wurde der untere Michael Müller (in Anlehnung an Herbert Roth) zu einem Herbert Schwarz. Egal, ein Journalist muss in seinem Arbeitsleben ganz andere Widrigkeiten wegstecken. Immerhin bekamen 1,2 Millionen nd-Leser und somit auch viele DDR-Sportfunktionäre mit, dass Rennsteiglauf eine grandiose, nun sogar nd-geadelte Sache ist. Noch heute erinnern sich übrigens Ältere aus dem alljährlichen nd-Rennsteiglaufteam an diese Reportage von 1977. Dass der Autor Herbert Schwarz kein anderer als ihr Teammitglied Michael Müller ist, sei hiermit erstmals enthüllt.

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken