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04.05.2012
Meine Sicht

Is was, ...

Klaus Joachim Herrmann über Dr. oder nicht Dr.

Dr. oder nicht Dr.? Besser Dr., selbst wenn man als solcher bei Medizinern spätestens bei der Antwort darauf auffliegt, ob man Kollege sei. Da dauert das Privileg besonders vorsichtig-achtungsvoller Zuwendung nur schmerzlich kurz. Noch ärgerlicher ist es freilich, wenn vorzugsweise in Plagiatsaffären akademische Titel nicht zuerst über das wissenschaftliche, sondern eine ganz andere Art schöpferischen Leistungsvermögens Auskunft erteilen.

Lieber nicht Dr., wenn der Titel eher als Gradmesser der Eitelkeit des Trägers erscheint: Ich wollte den Titel, ich brauchte den Titel, ich holte ihn mir - ganz schnell und möglichst effektiv. Ein Doktor macht reputierlich, der ist mehr als das beiläufig eingestreute kleine Latinum, der ist einfach Eindruck. Verluste von Titel und alledem wiederum scheinen - merkwürdig genug - vor allem Politiker zu treffen - so Guttenberg, Koch-Mehrin, Stoiber-Tochter Saß, Ungarns jetzt Ex-Präsidenten Schmitt und just Florian Graf.

Letzterer bleibt, abgesehen vom Dr., immerhin was er ist. Besser Dr. blieben aber wohl andere Titelträger. Die gingen ja nebst ihrer gewohnten Anrede der ganzen Existenz verlustig. Wer ist Kimble zum Beispiel? Dr. Kimble! Wie heißt der unentbehrliche Gehilfe des Sherlock Holmes? Watson? Dr. Watson - richtig! ...und mit Vornamen? Wer erinnert sich eines Herrn Kohl? Viel mehr sind es dank seines Hinweises: »Für Sie immer noch Dr. Kohl!« Wer aber wäre Dolittle? Der ist doch ohne Dr. undenkbar. Geschweige denn jener unsterbliche Filmtitel: »Is' was, Doc?«

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