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07.05.2012
Breda

Menschen haben »immer eine Wahl«

Gauck würdigte Widerstand der Niederländer gegen NS-Besatzung

Bundespräsident Joachim Gauck hat bei einem Besuch in den Niederlanden an die Befreiung des Landes von der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg am 5. Mai 1945 erinnert.

Breda (AFP/nd). Beim offiziellen Festakt zum niederländischen Befreiungstag in der Stadt Breda, bei dem Gauck als erstes ausländisches Staatsoberhaupt überhaupt eine Rede hielt, würdigte er am Sonnabend niederländische Widerstandskämpfer und die Opfer der Hitlerfaschisten.

Es sei für ihn als Deutschen »nicht selbstverständlich«, in den Niederlanden eine Rede halten zu dürfen, sagte Gauck bei der Gedenkfeier in der Grote Kerk in Breda, an der auch Kronprinz Willem Alexander teilnahm. Weil sich die Deutschen »der Last und der Schuld der Geschichte gestellt« hätten, könnten sie heute aber mit allen, die damals ihre Unabhängigkeit und Freiheit wiedererlangten, die »Befreiung vom nationalsozialistischen Joch« feiern. In seiner Rede erinnerte Gauck an die mehr als 100 000 niederländischen Juden, die von den Nazis ermordet wurden, an »Schandtaten und Verbrechen« wie die Bombardierung von Rotterdam, und an Hunderttausende Niederländer, die zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert wurden.

Gleichzeitig würdigte er niederländische Widerstandskämpfer, deren Vorbild noch heute wichtig sei. »Denn wir lernen aus den Zeiten von Krieg und Verfolgung, wozu die Spezies Mensch fähig ist. Im Bösen wie im Guten«, sagte Gauck. Zu einer Regierung, »die das Leben und die Würde der Menschen mit Füßen tritt, kann und darf es keine unverbrüchliche Treue geben«.

Gauck erklärte, er habe bei der Vorbereitung auf seine Reise »mit ungläubigem Staunen und großer Bewunderung« von Widerstandsaktionen wie einem Generalstreik in Nordholland im Februar 1941 erfahren, mit dem die Menschen gegen die Verschleppung der ersten 400 Juden aus den Niederlanden ins Konzentrationslager Mauthausen protestierten. Gerade in Zeiten von Krieg und Terror sei Widerstand »ganz und gar nicht selbstverständlich«.

Das Beispiel der niederländischen Widerstandskämpfer zeige aber, dass Menschen »immer eine Wahl« hätten.

Aber auch heute könnten die Menschen in großen Teilen der Welt »von unseren Rechten und Freiheiten nur träumen«, sagte der Bundespräsident mit Blick auf die Revolten in Nordafrika und im Nahen Osten. Viele Menschen in Europa könnten diesen »Geist der Freiheit« dagegen »nur noch begrenzt erfassen«. Sie verwechselten Freiheit mit hedonistischem Lebensstil, politischer und ethischer Beliebigkeit. Bei diesem Freiheitsverständnis fehlten Werte wie Verantwortlichkeit, Verlässlichkeit, Gemeinsinn, Solidarität.

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