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08.05.2012

Herkunft und Beschaffenheit der in Berlin am 1. Mai aufgefundenen Rohrbomben weiter ungeklärt

(nd) Die Beschaffenheit der drei möglicherweise hochexplosiven Rohrbomben nahe der linksradikalen Revolutionären 1. Mai-Demonstration in Berlin ist weiter ungeklärt. Während der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Wolfgang Bosbach (CDU), und der Berliner Landesverband der Gewerkschaft der Polizei (GdP) von "Terrorismus" oder "terroristischen Charakter" der Bombenlegungen ausgehen, sieht man das bei der Berliner Polizei zurückhaltender.

"Die Untersuchung der Tatmittel läuft, vorher könne man keine seriöse Einschätzung geben", sagte der Sprecher der Berliner Polizei, Stefan Redlich, dem "nd". Die Berliner Polizei habe zudem keine weiteren Hinweise aus der Öffentlichkeit auf weitere Rohrbomben bekommen, die Polizeibeamte am Rand der Demonstration gesehen haben wollen. Ob, wie von CDU-Innenxeperte Bosbach gefordert, das Bundeskriminalamt die Ermittlungen von den Berliner Behörden übernehmen wird, hängt nach Einschätzung der Berliner Polizei von dem für diese Woche geplanten testweisen Sprengung des Rohrbombennachbaus ab. Erst danach werde sich zeigen, ob die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernimmt. Die Berliner Polizei ermittelt unterdessen in alle Richtungen. "Wir haben uns nicht festgelegt, ob es sich um einen Angriff auf Polizisten oder die Teilnehmer der Demonstration gehandelt hat", so der Polizeisprecher.

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