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Von Ralf Klingsieck, Paris
09.05.2012

Zwei Präsidenten Seite an Seite

Sarkozy und Hollande setzten in Paris Versöhnungszeichen

Der alte und der neue französische Präsident, Nicolas Sarkozy und François Hollande, gedachten am Dienstag Seite an Seite des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa vor 67 Jahren.

Zur offiziellen Zeremonie des 8. Mai, der in Frankreich seit jeher ein gesetzlicher Feiertag ist, hatte der noch amtierende Präsident Sarkozy seinen am Sonntag neu gewählten Nachfolger Hollande eingeladen, mit ihm gemeinsam am Grab des unbekannten Soldaten unter dem Pariser Triumphbogen einen Kranz niederzulegen sowie die anwesenden Kriegsveteranen und die in- und ausländischen Ehrengäste zu begrüßen.

Lediglich das Abschreiten der militärischen Ehrenformation blieb dem noch amtierenden Präsidenten und Oberbefehlshaber vorbehalten. Eine solche gemeinsame Zeremonie des alten und des neuen Präsidenten am 8. Mai hat es in der Geschichte der 5. Republik erst einmal gegeben, als 1995 François Mitterrand durch Jacques Chirac abgelöst wurde. Allerdings mit einer protokollarischen Nuance: 1995 musste Chirac zwei Schritte hinter Mitterrand bleiben, diesmal schritten Sarkozy und Hollande Seite an Seite. Die Initiative für das gemeinsame Auftreten war vom scheidenden Präsidenten ausgegangen, aber es entsprach dem Wunsch beider Seiten, durch eine demonstrative Geste den oft sehr rüden Wahlkampf hinter sich zu lassen und ein »Zeichen zur Verständigung und Versöhnung aller Franzosen« zu setzen, wie Hollande äußerte, und »den Blick auf die Herausforderungen zu richten, die es im Interesse des Land gemeinsam zu bestehen gilt«.

Die offizielle Amtsübergabe im Élysée-Palais ist am 15. Mai. Bis dahin gibt es noch viel zu tun. Hollande hat am Montag den ganzen ersten Tag nach der Wahl in seiner Wahlkampfzentrale verbracht. Hier beriet er mit seinen engsten Mitarbeitern über die personelle Zusammensetzung der Regierung, die er in der nächsten Woche ernennen wird und die zumindest erst einmal bis nach der Parlamentswahl im Juni amtieren wird.

Auch mit Außenpolitik musste sich Hollande schon beschäftigten und auf deren Wunsch zunächst den Botschafter Chinas und dann den der USA empfangen. Mit Letzterem gab es den Besuch zu besprechen, zu dem Barack Obama den neuen französischen Amtskollegen eingeladen hat und der ihn nach einem Blitzbesuch in Berlin am 15. oder 16. schon am 17. Mai über den Atlantik zunächst ins Weiße Haus in Washington, dann am 18. und 19. nach Camp David zum G8-Treffen und schließlich am 20. und 21. nach Chicago zum NATO-Gipfel führen wird. Dort will Hollande darlegen, warum und wie Frankreich seine Soldaten noch vor Jahresende und damit zwei Jahre vor den anderen beteiligten Ländern aus Afghanistan abziehen will.

Mit seinen programmatischen wirtschafts- und sozialpolitischen Maßnahmen will Hollande nicht warten, bis das Parlament gewählt ist und entsprechende Gesetze diskutieren und verabschieden kann. Interessant zu vermerken ist, dass die von vielen an die Wand gemalte Reaktion der Finanzmärkte auf die Wahl des sozialistischen Präsidenten - zumindest bislang - ausgeblieben ist. Während die Kurse an der Pariser Börse 1981 am Tag nach der Wahl von Mitterrand um 21 Prozent abstürzten, verzeichnete man am Montag sogar eine leichte Steigerung um einen Prozentpunkt.

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