Dagobert Kohlmeyer, Moskau 10.05.2012 / Sport

Keine Tritte unterm Tisch

In der Tretjakow-Galerie soll es friedlicher zugehen als bei vergangenen Duellen

Die russische Hauptstadt liegt im Schachfieber. Am Abend wird in Moskau das Finale der Weltmeisterschaft zwischen dem Inder Viswanathan Anand und dem Israeli Boris Gelfand eröffnet. Morgen folgt das Auftaktspiel des Duells, das zunächst auf zwölf Partien angesetzt ist. Der Preisgeldtopf ist mit 2,25 Millionen US-Dollar, von denen der Sieger 60 Prozent erhält, prall gefüllt. Spätestens am 30. Mai steht der Titelträger fest.

Vom Hotel »Kempinski« ist es nur einen Steinwurf bis zum Roten Platz. Viswanathan Anand und sein Team wurden in den vergangenen Tagen jeden Morgen punkt 8 Uhr durch lautes Gedröhn geweckt. Das russische Militär probte für die Parade zum Tag des Sieges. Endlich, wird sich der Schachweltmeister denken, ist wieder Ruhe eingekehrt. Ab morgen sprechen nur noch die Figuren.

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