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Lena Tietgen
11.05.2012
Bildungsrauschen

Das Volk tobt, Schavan schweigt

Seit zu Guttenberg reißt die Kette der Plagiatsvorwürfe unter den Leistungsträgern der Gesellschaft nicht ab. Vorläufiger Höhepunkt ist der Vorwurf gegen Annette Schavan. Dies ist pikant, vertritt sie als Bildungs- und Wissenschaftsministerin doch die Leistungsgesellschaft der BRD. Rücktrittsforderungen werden laut. Die Kritisierte schweigt - nicht nur das ärgert die User.

Auf www.sueddeutsche.de (bit.ly/IMfdxm) schreibt Netfiddler: »Au, Backe. Wenn da was dran ist, dann hat die CDU es zum zweiten Mal geschafft. Nach einem korrupten Kanzler, einem kriminellen Innenminister, einem Bundespräsidenten mit Nehmerqualitäten folgt nun auch noch eine Hochstaplerin als Bildungsministerin. Die Vorbildfunktion von CDU-Politikern für die junge Generation ist wirklich unterirdisch.«

incognito fragt auf www.welt.de (bit.ly/Lwalx): »Wie kann jemand Annette Schavans Rücktritt fordern? Die Frau tut doch nichts!! Mir nicht. Dir nicht! Den Schulen nicht. Den Universitäten nicht. Niemandem! An dem Weib sind schon mindestens 12 Pisa- und Bologna-Studien mit Note 6 (ungenügend) abgeperlt wie nix! Die Frau ist ein Phänomen! Mit was imprägniert die sich eigentlich, dass sie dermaßen resistent gegen Kritik, Innovation und Aktion ist?«

Ähnlich Rosemarie Breuer auf www.faz.net (bit.ly/JN90Bb): »Ob Frau Schavan nun des Plagiats schuldig ist oder nicht - sie ist bei ernsthaften Wissenschaftlern dafür berüchtigt, dass sie nichtssagende Schwafelreden hält.« Jürgen M. Backhaus meint: »Das Copyright für ›Gewissen‹ besitzt wohl Aristoteles (›man soll in der Klugheit/Vernünftigkeit keine Lethargie walten lassen‹). Lethargie kann man nach Gadamer und Heidegger getrost mit Vergesslichkeit übersetzen. Deshalb sollte Schavan rasch ihre Lethargie überwinden und Stellung beziehen zu ihrer eigenartigen Arbeits- und Zitierweise bevor es andere in ›unchristlicher‹ Offenheit tun werden.«

Auf www.zeit.de (bit.ly/Jdeulr) findet Nevil, dass »das einzig Sinnvolle, was Schavan dazu sagen könnte, wäre, ihren Rücktritt zu erklären - ohne Wenn und Aber.« dangross erinnert: »Bekanntlich war Guttenberg zurückgetreten, nachdem Schavan öffentlich erklärt hatte, dass sie sich für Gutti schäme.«

»Klar gilt die Unschuldsvermutung«, so ThomasHempel auf www.focus.de (bit.ly/LwboxV), »aber trotzdem würde ich es mir wünschen, wenn jene betroffenen Politiker mal klar und deutlich Stellung beziehen würden. Jetzt wird sich wieder abgeduckt, erste Andeutungen, bei der Aufklärung mitzuhelfen, versanden und alles ist wie es ist. Viele Diskussionen mit letztendlich einem Ergebnis: Sollte sie abgeschrieben haben, ist Schavan nicht mehr tragbar.«


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