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Von Eric Dobias, dpa
16.05.2012

Frankfurts letzte Titelchance

Ausgerechnet in der Champions League wollen die Fußballerinnen in München ihre Saison retten

Die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt hoffen im Endspiel der Champions League auf ein Happy End einer verkorksten Saison. Gegen Titelverteidiger Lyon geht es nicht nur um den größten Erfolg der Vereinsgeschichte, sondern auch um das Startrecht im nächsten Jahr.

Triumph statt Tränen: Der 1. FFC Frankfurt will sich zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte Europas Frauenfußballkrone aufsetzen und das Horrorszenario einer titellosen Saison abwenden. Nach den Pleiten in Meisterschaft und DFB-Pokal haben Trainer, Manager und die angeknockten Spielerinnen das Finale in der Champions League gegen Olympique Lyon zum Spiel des Jahres ausgerufen.

»Es ist der größte Titel, den wir holen können. Die anderen zwei Titel haben wir schon sausen lassen. Wir haben den Willen und die Gier zu gewinnen«, sagte Routinier Sandra Smisek vor dem Duell mit dem französischen Titelverteidiger am Donnerstag in München.

Für den deutschen Branchenführer steht viel auf dem Spiel. Eine Niederlage würde die bislang verkorkste Saison nicht nur zu einem Fiasko werden lassen, sondern den derzeitigen Bundesligavierten mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auch die Teilnahme an der kommenden Champions-League-Saison kosten.

In der Meisterschaft beträgt der Rückstand auf den Tabellenzweiten VfL Wolfsburg bei zwei ausstehenden Spielen sechs Punkte, weshalb FFC-Trainer Sven Kahlert die doppelte Bedeutung der Partie herausstellte: »Wir können uns fast nur noch über einen Finaltriumph für die nächste Champions League qualifizieren. Ich werde mir aber keine negativen Gedanken darüber machen, was wäre wenn«, meinte er.

Nach der überraschenden 0:2-Pleite im DFB-Pokalfinale gegen Bayern München hat Kahlert versucht, seine enttäuschten Spielerinnen wieder aufzurichten. »Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft alles geben wird, um Chancen auf den Sieg zu haben«, erklärte er.

Die Hessen sind auf internationalem Parkett keine heurigen Hasen, haben sie doch in den vergangenen zehn Jahren gleich dreimal (2002, 2006, 2008) den UEFA-Cup gewonnen. Bei seiner ersten Teilnahme in der 2009 aus der Taufe gehobenen Königsklasse marschierte der deutsche Rekordpokalsieger auf Anhieb ins Endspiel durch.

Doch die Favoritenrolle liegt beim Titelverteidiger aus Lyon, der im Halbfinale den deutschen Meister Turbine Potsdam mit 5:1 und 0:0 aus dem Rennen warf. Das nötigt Kahlert zwar Respekt ab, Angst hat er jedoch keine: »Wir haben uns diese Finalteilnahme mit teilweise überragenden Spielen gegen starke Gegner verdient. Jetzt wollen wir den Titelverteidiger in die Knie zwingen.«

Dafür müssen sich die Frankfurterinnen, die auf die verletzten Nadine Angerer, Lira Bajramaj, Kim Kulig, Alexandra Krieger und Valeria Kleiner verzichten müssen, aber gewaltig steigern. Manager Siegfried Dietrich nahm sein Starensemble in die Pflicht: »Wir wollen den Hebel umlegen und die große Menge Frust der letzten Tage für das Highlight in Energie und Euphorie umwandeln. Die Mannschaft muss mehr wollen.«

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