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Von Fabian Lambeck
16.05.2012

LINKE vertagt Führungsstreit

Lafontaine und Bartsch unversöhnlich / Suche nach »dritter Lösung«

Am Dienstag machte Oskar Lafontaine erstmals öffentlich, unter welchen Bedingungen er bereit ist, den Parteivorsitz zu übernehmen. Eine Kampfkandidatur gegen Fraktionsvize Dietmar Bartsch schließt er aus. Derweil werden erste Stimmen laut, die eine Doppelspitze ohne die beiden Alpha-Tiere fordern.
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Amtierender Parteichef links, sein Vorgänger und möglicher Nachfolger rechts.

Ja, er will: Oskar Lafontaine machte am Dienstag deutlich, dass er bereit ist, das Ruder bei der LINKEN erneut zu übernehmen. Allerdings will er sich auf dem Parteitag in Göttingen im Juni keinesfalls einer Kampfkandidatur stellen. Diese wäre »kein krönender Abschluss meiner Karriere«, so der Saarländer. Übersetzt hieß das: Fraktionsvize Dietmar Bartsch, der seine Kandidatur bereits vor längerem verkündet hatte, soll diese zurückziehen. Zudem forderte Lafontaine, die Mehrheit in der LINKEN müsse ihn als Vorsitzenden wollen und eine Parteispitze zusammenstellen, »die loyal miteinander arbeitet«.

Viel Diskussionsstoff für die gemeinsame Sitzung des Geschäftsführenden Parteivorstandes und der Landeschefs der LINKEN im Berliner Karl-Liebknecht-Haus am gestrigen Nachmittag. An dem Treffen nahmen sowohl Lafontaine als auch Bartsch teil. Der Ex-Bundesgeschäftsführer hatte vor der Sitzung bekräftigt, an seiner Kandidatur festhalten zu wollen.

Und so standen bzw. saßen sich im Karl-Liebknecht-Haus mindestens zwei Lager gegenüber. Zum einen die vornehmlich ostdeutschen Parteigrößen und Reformer, die offensiv für ihren Kandidaten Bartsch kämpfen. Auf der anderen Seite die Genossen aus den Westverbänden, die ihren Oskar an der Spitze sehen wollen. Erschwerend hinzu kommt, dass Bartsch und Lafontaine nicht miteinander können. Wie Parteichef Klaus Ernst am Rande der Sitzung erklärte, habe Lafontaine ein Angebot gemacht, das auf breite Zustimmung gestoßen sei. Darüber werde in den nächsten Tagen weiter diskutiert. Dagegen sprachen andere Sitzungsteilnehmer auf nd-Nachfrage von kontroversen Auseinandersetzungen.

Kritik am Zweikampf der beiden Alpha-Tiere kam gestern von Parteivize Katja Kipping. Gegenüber »nd« betonte sie, dass viele Genossen keine Lust hätten, sich auf eine Seite zu schlagen, »wenn beide wie ein D-Zug aufeinander zurasen«. Sollte es zu keiner einvernehmlichen Lösung kommen, so Kipping, werde sie sich für »eine dritte Lösung einsetzen«. Dieser dritte Weg könnte von einem weiblichen Führungsduo beschritten werden. Eine mögliche Kandidatin wäre die NRW-Vorsitzende Katharina Schwabedissen. Bereits am Montag hatte sie gegenüber »nd« geäußert, dass es auch ohne Männer an der Spitze gehe. Die Parlamentarische Geschäftsführerin Dagmar Enkelmann wollte ihre Kandidatur nicht ausschließen.

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